Was hat „Künstliche Intelligenz“ (KI) mit Karl Marx zu tun?


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Prof. Dr. Lothar Peter, Bremen

Künstliche Intelligenz vollbringt wahre Wunderwerke. Sie entwickelt selbstlernende Systeme, die die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns unendlich weit übertreffen. Sie verspricht, komplizierte medizinische Operationen ohne Ärzte durchzuführen, FahrerInnen von Autos durch perfekte Autopiloten zu ersetzen und anspruchsvolle Texte zu schreiben, die besser sind als die von Menschen. In Gestalt von „Killerdrohnen“ soll sie militärisch genutzt werden.

Angesichts dieser Entwicklung wirkt die Theorie von Karl Marx und Friedrich Engels wie ein Relikt des 19.Jahrhunderts. Aber ist diese Theorie wirklich so veraltet, wie es auf den ersten Blick scheinen mag?

Der Vortrag von Lothar Peter will zeigen, dass Marx und Engels Erkenntnisse geliefert haben, die für das Verständnis von KI auch heute noch immer unverzichtbar sind. Das gilt sowohl für ihre Analyse der „Wissenschaft als unmittelbare Produktivkraft“ als auch für ihre Kritik der kapitalistischen Verwertung dieser Produktivkraft, die sich gegenwärtig als „Künstliche Intelligenz“ aller Lebensbereiche bemächtigen will. Es geht gleichzeitig um den Widerspruch zwischen „Produktivkräften“ und „Produktionsverhältnissen“ (Marx/Engels) und wie das mit dem Thema „Künstliche Intelligenz“ zusammenhängt.

Lothar Peter war bis 2006 Professor für Soziologie an der Universität Bremen. Er veröffentlichte ein umfangreiches wissenschaftliches Werk, u.a. „Französische Soziologie der Gegenwart“. 2014 erschien „Marx an die Uni. Die ‚Marburger Schule‘.“

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