Vom 20.-23. April täglich ab 14:00 Uhr im @communitas.hb (Bibliothekstr. 4a)
Es gibt Infomaterial, moderierte Diskussionsrunden – oder einfach Raum zum Austausch!
Jeden Abend um 18:30 Uhr findet eine Veranstaltung zu verschiedenen Themen rund um Palästina und den akademischen Boykott statt.
Den Anfang macht am Montagabend (20.4.) ab 18:30 Uhr ein Vortrag mit Politik- und Wirtschaftswissenschaftler Dr. Shir Hever zum Thema „Die Ökonomie des Genozids in Gaza“.
Man darf gespannt sein, ob im Vortrag auch die bremische Rüstungsindustrie und ihre Export-Produkte eine Rolle spielen werden.
Eine Besprechung von Michael Wüst (DFG-VK Bremen-Niedersachsen)
In fast allen politischen Zusammenhängen, ist die Idee der militärischen Konfliktlösung allgegenwärtig. Die Ansätze unterscheiden sich nur dadurch, dass man im konservativen und rechten Spektrum „die Macht des Stärkeren“ als Legitimation anerkennt, im bürgerlichen und linken Kontext beruft man sich dagegen auf das Völkerrecht, das militärisches Handeln für den Fall der Landesverteidigung für legitim hält.
Demgegenüber steht ein pazifistischer Ansatz. „Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.« Diesen Grundsatz muss jedes Mitglied der DFG-VK unterschreiben. Zugrunde liegt, dass die „Würde des Menschen unantastbar“ ist und das „Recht auf Leben“ Werte sind, die unbedingt zu gelten haben. Das bedeutet, jeder Mensch muss selbst entscheiden können, ob sie / er im Notfall ihr / sein Leben einsetzt, um bestimmte Werte, Bedingungen oder Güter zu verteidigen.
Seit Anfang des Jahrtausends findet eine Erosion der Architektur von Verträgen und Abkommen zwischen den Staaten auf dieser Welt statt.
Ausgelöst wurde diese Erosion zunächst vor allem durch die Aufkündigung von Verträgen durch die USA, der stärksten Militärmacht der Welt. Russland hat diese Kündigungen zum Teil nachvollzogen.
Hinzu kommt die seit Jahrzehnten anhaltende Weigerung der fünf offiziellen Atomwaffenmächte (USA, Russland, China, Frankreich und Grossbritannien), ihre völkerrechtlich verbindlichen Abrüstungsverpflichtungen zu erfüllen.
Schon die Klausur des BFF 2024 hat sich mit vielen dieser Verträge beschäftigt. Um dabei den Überblick zu behalten und sich die zeitgeschichtlichen Tatsachen zu vergegenwärtigen, hilft aktuell ein Artikel von Andreas Zumach auf der Schweizer Internetseite „Infosperber“ : (Link)