Eine Besprechung von Michael Wüst (DFG-VK Bremen-Niedersachsen)
In fast allen politischen Zusammenhängen, ist die Idee der militärischen Konfliktlösung allgegenwärtig. Die Ansätze unterscheiden sich nur dadurch, dass man im konservativen und rechten Spektrum „die Macht des Stärkeren“ als Legitimation anerkennt, im bürgerlichen und linken Kontext beruft man sich dagegen auf das Völkerrecht, das militärisches Handeln für den Fall der Landesverteidigung für legitim hält.
Demgegenüber steht ein pazifistischer Ansatz. „Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.« Diesen Grundsatz muss jedes Mitglied der DFG-VK unterschreiben. Zugrunde liegt, dass die „Würde des Menschen unantastbar“ ist und das „Recht auf Leben“ Werte sind, die unbedingt zu gelten haben. Das bedeutet, jeder Mensch muss selbst entscheiden können, ob sie / er im Notfall ihr / sein Leben einsetzt, um bestimmte Werte, Bedingungen oder Güter zu verteidigen.
In dem Dossier (https://wissenschaft-und-frieden.de/dossier/soziale-verteidigung-aufbauen/) der Zeitschrift „Wissenschaft und Frieden“ wird das Thema „soziale Verteidigung“ vorgestellt und aus unterschiedlichen Blickwinkeln besprochen. Weiterlesen… „Soziale Verteidigung – Ein Dossier“
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Die Behauptung, „Putin“ werde nach einem Sieg über die Ukraine auch die NATO, also Deutschland, also „uns alle“ angreifen, ist älter als der Ukrainekrieg. Als russophobes Phänomen ist sie ungleich älter als Friedrich Merz, der seine politische Prägung im Kalten Krieg des letzten Jahrhunderts erhielt, als alle Wege des Kommunismus nach Moskau führten und „der Iwan“ täglich vor westdeutschen Türen lauerte.