Kriegsuntüchtigkeit als Voraussetzung – Perspektiven für eine gerechte und friedliche Welt

Diskussionsveranstaltung und Buchvorstellung

Donnerstag, 15.10.2026 um 18.30 Uhr,
Heinrichsaal, Heinrichstr.11

Minister Pistorius fordert, dass die deutsche Gesellschaft „kriegstüchtig“ werden müsse. Gewaltige Mengen öffentlichen Geldes werden bereitgestellt, um  entsprechend aufzurüsten und die militärische Infrastruktur zu stärken. All das wird als unausweichlich, als alternativlos bezeichnet, um die Selbstständigkeit und Wehrfähigkeit Europas zu sichern.

Der im Frühjahr erschienene Sammelband „Kriegsuntüchtigkeit als Chance – Essays gegen den Krieg und für zivile Konfliktforschung“ diskutiert die Gegenthese.

Kriegsuntüchtigkeit, Friedensfähigkeit, nicht-militärische Konfliktlösung, dekoloniale Kooperationen werden als Chance jenseits der Aufrüstungs- und Gewaltlogik diskutiert und präsentiert.

Andrea Kolling, Bernd Fischer und Dr. Harald Ginzky aus Bremen und Christine Bidell aus Hamburg stellen in Kurzbeiträgen ihre Texte vor. Weiter lesen… „Kriegsuntüchtigkeit als Voraussetzung – Perspektiven für eine gerechte und friedliche Welt“

Buchvorstellung: Friedenspolitik in Bremen – Hartmut Drewes – Für eine Welt ohne Krieg und Gewalt

Buchvorstellung am 5. Februar 2026 um 18 Uhr in der Stadtbibliothek Bremen, Wall-Saal, Am Wall 201.

[Update: Ein Video-Bericht über die Veranstaltung ist auf YouTube zu finden: Link Danke an Georg!]

Entlang des Lebens von Hartmut Drewes haben Barbara Alms und Gerhard Schäfer gemeinsam mit Anderen sich die Mühe gemacht,  ein Bild der Friedensbewegung in Bremen über mehrere Jahrzehnte nachzuzeichnen.

Das Buch „Friedenspolitik in Bremen. Hartmut Drewes – Für eine Welt ohne Krieg und Gewalt“ nimmt den Tod von Hartmut Drewes zum Anlass für eine Bestandsaufnahme und kritische Reflexion der Bremer Friedenspolitik in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen und geopolitischer Verschiebungen.

Hartmut Drewes (1939–2025) Weiter lesen… „Buchvorstellung: Friedenspolitik in Bremen – Hartmut Drewes – Für eine Welt ohne Krieg und Gewalt“

„Der Kampf der USA um ihre globale Herrschaft“

Mit Jörg Kronauer, London

Wie sichert man globale Hegemonie? Das ist die Kernfrage, um die sich seit Jahren die Politik der Vereinigten Staaten dreht.

 Da ist zum einen China, dem es zunehmend gelingt, sich der Unterordnung zu entziehen und damit auch für andere Länder eine Alternative zum System des US-Dollar anzubieten. Vor allem Chinas ökonomische Entwicklung hat schon Obama zum „Pivot to Asia“ veranlasst, mit dem Ziel deren Eindämmung.

Dann wäre da Russland, das mit dem Eingreifen in Syrien und der Intervention in der Ukraine ein ernstes Stoppsignal an die Umstrukturierungs- und Expansionspläne der Weltmacht gesetzt hat. Der Ukrainekrieg scheint von großer Bedeutung für die USA, was die Fähigkeit angeht, andere Länder dauerhaft unterzuordnen.

Auch der Mittlere Osten, in dem die Vereinigten Staaten ihre Vormacht lange Zeit sicher glaubten, steht exemplarisch für die Erosion der westlichen Kontrolle. Israel schlägt um sich und bringt damit als wichtigstes Instrument der amerikanischen Machtprojektion im nahen Osten die Angeschlagenheit der westlichen Hegemonie zum Ausdruck.

Schließlich wären da noch Deutschland und die EU, die seit je begierig sind, auf Augenhöhe mit den USA zu gelangen, mit denen sie zwar verbündet sind, zugleich aber auch rivalisieren.

Wie versuchen die USA also ihre globale Herrschaft gegen eine Entwicklung der Erosion ihrer Macht abzusichern – ökonomisch, politisch, militärisch? In Washington gibt es auf diese Frage recht unterschiedliche Antworten. Die beiden Präsidentschaftskandidaten stehen für verschiedene Strategien; je nach Wahlergebnis könnte am 20. Januar 2025 ein neuer Weg eingeschlagen werden.

Jörg Kronauer ist  freier Journalist, schreib unter anderem für die jW, die UZ, die konkret und german-foreign-policy.com

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