Gerhard Schäfer: Sozialstaat versus Rüstungsstaat

Wir dokumentieren die Rede zur Emder Kundgebung am 29.4.2026

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

wir erleben in der jüngsten Zeit barbarische Kriege überall in der Welt: von der Ukraine über Gaza bis zum Iran. Über die anderen, z. T. nicht minder grausamen Kriege, etwa im Sudan oder im Jemen, wird kaum noch gesprochen. Hinzu treten die Wirtschafts- und Handelskriege – siehe die Zollpolitik der USA – als Ausdruck nackter imperialistischer Gewalt zwischen den Großmächten und ihrem Streben nach Einflusssphären im Kampf um seltene Rohstoffe und billige Arbeitskräfte.

Wir Friedensbewegten fordern ein Ende all dieser Kriege, plädieren für sofortige Waffenstillstände und Verhandlungen: Diplomatie statt Drohnen. Dass diesem Ziel eine an Extraprofiten orientierte Rüstungsindustrie und auf Kriegstüchtigkeit abonnierte Gruppe von Militärs und der politischen Eliten mit knallharten Interessen entgegensteht, wissen wir. Weiterlesen… „Gerhard Schäfer: Sozialstaat versus Rüstungsstaat“

Wadephuls Demut

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Wir dokumentieren einen Meinungsbeitrag von Bernd Fischer (Bremen):

Das Dogma vom Völkermord am europäischen Judentum als singuläres Menschheitsverbrechen ist ein hohes deutsches Gut, das mit Ausnahme der AfD – wir denken an Alexander Gauland und seinen „Vogelschiss“ – von allen im Bundestag vertretenen Parteien, von der Springerpresse und anderen Medienkonzernen, vom Zentralrat der Juden in Deutschland, von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG und vom Rest der sogenannten „Antideutschen“ mit Zähnen und Klauen verteidigt wird. Seit 2008 mit dem Begriff der „deutschen Staatsraison“ angereichert, dient es dazu, das militärpolitische Bündnis Deutschlands mit Israel ideologisch abzusichern und jede Kritik an der israelischen Kriegs- und Besatzungspolitik zu unterbinden.

Die Singularität wird mit dem Argument begründet, der „Holocaust“ genannte Völkermord sei der erste und bisher einzige Versuch gewesen, im Rahmen einer „industriell“ und bürokratisch organisierten Vernichtung ein ganzes Volk ausschließlich aufgrund seiner Herkunft auszulöschen. Weiterlesen… „Wadephuls Demut“

Friedensdenkschrift der EKD – eine Replik

Wir dokumentieren eine Replik:


Sehr geehrte Damen und Herren der „friedensstiftenden“ Glaubensgemeinschaft.

In Ihrer aufschlussreichen Denkschrift* zum Verhältnis von Frieden und Krieg, haben Sie sich nun endgültig verabschiedet vom Friedensgebot der Kirche.

Die UN-Charta mit den verankerten Völker- und Menschenrechten und  Teile des deutschen Grundgesetzes werden durch den Inhalt der „Denkschrift“ ad absurdum geführt.

In diesem Sinne lassen sich selbst bei häufiger Wiederholung des Begriffs „gerechter Frieden“, keine ehrlichen Ansätze für die Notwendigkeit von Verhandlungslösungen finden. Die „Denkschrift“ ist Ausdruck des Auftrags einer Politik, die nur noch in Kriegskategorien denkt und selbst den Einsatz von Nuklearwaffen nicht ausschließt. Weiterlesen… „Friedensdenkschrift der EKD – eine Replik“

Ostermarsch? Wichtiger denn je!

Gastkommentar von Barbara Heller, zuerst veröffentlicht auf Bremen – so gesehen (Link) – dort finden sich auch zahlreiche interessante Kommentare zu dem Text.

„Wahrlich, wir leben in kriegerischen Zeiten, so könnte man den Anfang des berühmten Gedichtes „An die Nachgeborenen“ von Bertolt Brecht („Wahrlich, ich lebe in finsteren Zeiten“) konkretisieren.

Weltweit steigt die Zahl bewaffneter Konflikte. Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es nie so viele Länder, die in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt waren, wie in den letzten Jahren. Die Militärausgaben weltweit sind so hoch wie nie zuvor. Für das Töten und Sterben wurden zuletzt 2,72 Billionen Dollar in einem Jahr ausgegeben. Ein Bruchteil dieser Summe würde ausreichen, um den Hunger in der Welt zu beseitigen. Alle 4 Sekunden stirbt ein Mensch an Hunger, 673 Millionen haben nicht genug zu essen. Kriege zerstören die Lebensgrundlagen der Menschen, beschleunigen die Umweltzerstörung. Wer Mensch und Natur retten will, muss sich zuallererst für Frieden einsetzen. Wer es ernst meint mit Menschenrecht und Menschenwürde, muss alle Kriege verurteilen. Weiterlesen… „Ostermarsch? Wichtiger denn je!“

Völkermorden 1-4

Völkermorden 1
Die Bundeswehr wurde 1955 von ehemaligen Wehrmachtsgenerälen wie Adolf Heusinger gegründet, von Leuten also, die bei den Vernichtungskriegen gegen Polen 1939-45 und gegen die Sowjetunion 1941-45 reichlich Erfahrung beim Völkermorden sammeln durften.

Mit dem Abwurf zweier Atombomben auf Japan und den Kriegen in Korea, Vietnam, Afghanistan und Irak waren es danach die USA, die das Völkermorden übernahmen, wobei die US-amerikanischen Armeeangehörigen stets darauf achteten, die rassistisch zu entmenschlichen, die im Namen von Freedom and Democracy ermordet werden mussten.

Völkermorden 2
Der israelische Verteidigungsminister Joaw Galant konnte im Oktober 2023 auf Freedom and Democracy oder ähnlich verlogenen Klimbim verzichten, er formulierte frank und frei, wie in der Regierung Netanjahu über Palästinenserinnen und Palästinenser gedacht und geredet wird: „Wir kämpfen gegen menschliche Tiere!“ Das Ergebnis ist bekannt und wird auch von Seiten Israels nicht mehr bestritten: Mindestens 70.000 Tote, ungezählte Verschüttete, Verstümmelte und Traumatisierte nebst zahllosen Waisenkindern, denen alles, was Kinder brauchen, von der israelischen Regierung vorenthalten wird.

Völkermorden 3
Jetzt hat der Inspekteur des deutschen Heeres, General Christian Freuding, bei einem Besuch in Israel mit dem Chef der israelischen Landstreitkräfte, General Nadav Lotan, erstmals „ein formelles Kooperationsabkommen“ mit der israelischen Armee unterzeichnet, die nach Meinung von Bundeskanzler Friedrich Merz im Iran und anderswo „die Drecksarbeit macht für uns alle.“ Weiterlesen… „Völkermorden 1-4“