Kirche und Frieden im aktuellen Zeitgeschehen

Wir dokumentieren einen Vortrag von Wilfried Preuß-Hardow, gehalten im Friedenspark Habenhausen am 16.09.2026

Vorab: Leider spiele ich kein Instrument und kann auch nicht mehr singen, und um im Freien Musik von der Konserve abzuspielen fehlt mir das technische know how. Also werden Sie sich heute mit einem schlichten Wortbeitrag zufriedengeben müssen. Dabei will ich versuchen, unser Leben im Kontext der gesellschaftlichen Umstände und des christlichen Glaubens zu beleuchten.

Meine Generation – und das trifft wohl auf den größten Teil der friedensbewegten Menschen in unserem Land zu – lebt eigentlich in einer vom Schicksal begünstigten Zeit. Wann hat es vor uns eine Generation gegeben, die keinen Krieg im eigenen Lande erlebt hat? Wir leben in einer klimatisch bevorzugten Region der Welt in einem nie dagewesenen Wohlstand mit technischen Möglichkeiten, die uns das tägliche Leben erleichtern. Eigentlich könnten wir uns dankbar und zufrieden zurücklehnen. Weiter lesen… „Kirche und Frieden im aktuellen Zeitgeschehen“

Wir müssen wachsam sein!

Wir dokumentieren eine Leserbrief zum Thema ‚Aussenpolitik‘:

Unser Außenminister Wadephul hat sich in Kiew darüber beschwert, dass die Ukraine zu wenig Waffen kauft und dadurch unsere deutsche Kriegswirtschaft leidet. Er hat auch angeboten, dafür zu sorgen, dass junge Männer aus der Ukraine, die sich in Deutschland aufhalten, zurück in die Ukraine geschickt werden.

Nun leiden Russland und die Ukraine unter dem Krieg und viele Deutsche mit den Menschen, die den Krieg aushalten müssen. Wenn das so weitergeht, gibt es auch bei uns Krieg. Und genau die Standorte, an denen die meisten Waffen, Panzer und U-Boote hergestellt werden, sind die ersten Ziele; Bremen und Bremerhaven gehören dazu.

Noch nie hat ein gegenseitiges Hochrüsten zum Frieden geführt, sondern zum Krieg. Es sollte nicht Aufgabe des Außenministers sein, die heimische Kriegswirtschaft zu befördern, sondern diplomatische Gespräche mit dem Ziel zu führen, die Deutschen vor einem Krieg zu schützen, und die NATO zur Zurückhaltung zu ermahnen. Die praktische und psychologische Kriegsvorbereitung ist überall zu spüren. Inzwischen gibt es Fahrradhelme für Kinder, die wie Kriegshelme aussehen, in olivgrün. Reiner Zufall?

Wir müssen wachsam sein!

[Autorin der Redaktion bekannt]

Gerhard Schäfer: Sozialstaat versus Rüstungsstaat

Wir dokumentieren die Rede zur Emder Kundgebung am 29.4.2026

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

wir erleben in der jüngsten Zeit barbarische Kriege überall in der Welt: von der Ukraine über Gaza bis zum Iran. Über die anderen, z. T. nicht minder grausamen Kriege, etwa im Sudan oder im Jemen, wird kaum noch gesprochen. Hinzu treten die Wirtschafts- und Handelskriege – siehe die Zollpolitik der USA – als Ausdruck nackter imperialistischer Gewalt zwischen den Großmächten und ihrem Streben nach Einflusssphären im Kampf um seltene Rohstoffe und billige Arbeitskräfte.

Wir Friedensbewegten fordern ein Ende all dieser Kriege, plädieren für sofortige Waffenstillstände und Verhandlungen: Diplomatie statt Drohnen. Dass diesem Ziel eine an Extraprofiten orientierte Rüstungsindustrie und auf Kriegstüchtigkeit abonnierte Gruppe von Militärs und der politischen Eliten mit knallharten Interessen entgegensteht, wissen wir. Weiter lesen… „Gerhard Schäfer: Sozialstaat versus Rüstungsstaat“

Wadephuls Demut

Screenshot: AA

Wir dokumentieren einen Meinungsbeitrag von Bernd Fischer (Bremen):

Das Dogma vom Völkermord am europäischen Judentum als singuläres Menschheitsverbrechen ist ein hohes deutsches Gut, das mit Ausnahme der AfD – wir denken an Alexander Gauland und seinen „Vogelschiss“ – von allen im Bundestag vertretenen Parteien, von der Springerpresse und anderen Medienkonzernen, vom Zentralrat der Juden in Deutschland, von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG und vom Rest der sogenannten „Antideutschen“ mit Zähnen und Klauen verteidigt wird. Seit 2008 mit dem Begriff der „deutschen Staatsraison“ angereichert, dient es dazu, das militärpolitische Bündnis Deutschlands mit Israel ideologisch abzusichern und jede Kritik an der israelischen Kriegs- und Besatzungspolitik zu unterbinden.

Die Singularität wird mit dem Argument begründet, der „Holocaust“ genannte Völkermord sei der erste und bisher einzige Versuch gewesen, im Rahmen einer „industriell“ und bürokratisch organisierten Vernichtung ein ganzes Volk ausschließlich aufgrund seiner Herkunft auszulöschen. Weiter lesen… „Wadephuls Demut“

Friedensdenkschrift der EKD – eine Replik

Wir dokumentieren eine Replik:


Sehr geehrte Damen und Herren der „friedensstiftenden“ Glaubensgemeinschaft.

In Ihrer aufschlussreichen Denkschrift* zum Verhältnis von Frieden und Krieg, haben Sie sich nun endgültig verabschiedet vom Friedensgebot der Kirche.

Die UN-Charta mit den verankerten Völker- und Menschenrechten und  Teile des deutschen Grundgesetzes werden durch den Inhalt der „Denkschrift“ ad absurdum geführt.

In diesem Sinne lassen sich selbst bei häufiger Wiederholung des Begriffs „gerechter Frieden“, keine ehrlichen Ansätze für die Notwendigkeit von Verhandlungslösungen finden. Die „Denkschrift“ ist Ausdruck des Auftrags einer Politik, die nur noch in Kriegskategorien denkt und selbst den Einsatz von Nuklearwaffen nicht ausschließt. Weiter lesen… „Friedensdenkschrift der EKD – eine Replik“