Auf Einladung von DiEM25 und dem Bremer Friedensforum gastiert der freie Journalist und Autor Fabian Scheidler („Das Ende der Megamaschine“ u.a.) am Montag, 2. März 2026 um 19:00 Uhr in Bremen (Saal Heinrichstraße 11) , um über sein aktuelles Buch „Friedenstüchtig – wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen“ und Strategien gegen die immer mehr um sich greifende, fatale Kriegslogik zu debattieren. Scheidlers Analysen zeichnen sich durch profunde Recherche, sprachliche Klarheit und eine große Kenntnis historischer, philosophischer und ökonomischer Zusammenhänge aus.
Fabian Scheidler wird interviewt von Barbara Heller (Bremer Friedensforum) und Benja Lauterbach (Diem 25).
Zum Autor:
Fabian Scheidler ist freischaffender Autor und arbeitet u. a. für Le Monde diplomatique. 2009 erhielt er den Otto-Brenner-Medienpreis für kritischen Journalismus. Sein Buch „Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Es folgte u. a. „Der Stoff, aus dem wir sind. Warum wir Natur und Gesellschaft neu denken müssen“. Website: www.fabian-scheidler.de
Zum Buch:
Das Ziel des Buches: Angesichts eines besorgniserregenden gesellschaftlichen Konformitätsdrucks den aufrechten Gang und das klare Denken nicht zu verlernen und sich nicht verbiegen zu lassen.
Seit Beginn des dritten Jahrtausends hat sich die westliche Welt immer weiter in einen dauerhaften Krisen- und Ausnahmezustand hineinbewegt, der sich inzwischen zum regelrechten Kriegszustand auszuweiten droht.
Der Ausnahmezustand ist inzwischen zu einer neuen Normalität des Regierens in einer zunehmend chaotischen Welt geworden.
Zu den Kennzeichen gehören auch einschneidende Ad-hoc-Gesetzgebungen und gewaltige Sonderbudgets im Haushalt. Diese werden in kürzester Zeit geschaffen, oft mit geringer demokratischer Kontrolle, und einer Rhetorik, die nur noch Freund oder Feind, gut oder böse kennt und keine Schattierungen mehr zulässt.
Die Ausrufung von Ausnahme- und Kriegszuständen ist seit jeher ein gängiges Mittel von Regierungen gewesen, um gesellschaftlicher Krisen Herr zu werden. Wenn im Inneren alles brüchig wird, ist nichts so nützlich wie ein guter Feind. Zumindest unter der Voraussetzung, dass man dem tiefgreifenden Wandel, den die Lage eigentlich erfordert, so lange wie möglich aus dem Weg gehen will. Gute Feinde können im Chaos klare Fronten schaffen: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Gute Feinde sind hervorragende Projektionsflächen, auf die man Ängste, Wut und Hass umlenken kann.
Die vier Themen im Buch: Die Logik des Krieges, Der Ausnahmezustand als Regierungsform, Vorgeschichte der Ereignisse, Auswege aus der destruktiven Kriegslogik.
Scheidler lotet Perspektiven für eine neue Friedensordnung aus. Dieses Buch ist ein Versuch, der zunehmenden Verrücktheit unserer Welt zu begegnen. In dem Bemühen, an die Wurzeln dieser Verrückung zu gelangen, wurden Themen bearbeitet, die hochgradig kontrovers diskutiert werden, von der Corona-Pandemie über den Krieg in der Ukraine bis zur Zerstörung des Gazastreifens.
Eine Veranstaltung vom Bremer Friedensforum und von Diem25 – unterstützt von AK Nahost, DFG/VK, DPG Bremen, GEW Bremen, IALANA, PG Bremen und VVN-BdA.