Erklärung der Bremerhavener Initiative
„Mut zum Frieden“

Wir dokumentieren eine Erklärung der Bremerhavener Initiative „Mut zum Frieden“ zur Militarisierung Bremerhavens:

Beschämendes Schauspiel im Wettkampf um Kriegsmilliarden.
Anbiederung mit gelben Schleifen.

Es ist beschämend, wenn Politiker und Presse den angekündigten Ausbau zum Marinehafen und die militärische Ertüchtigung des Hafens bejubeln. Nun also auch noch gelbe Schleifen für den Soldatenberuf.

Unsere Stadt hat in zwei Weltkriegen viel Tod und Leid erfahren. Die Bundeswehr ist allenfalls ein notwendiges Übel. Das Berufsbild des Soldaten ist kein besonders mit Schleifen zu ehrendes Berufsbild, schließlich muss ein Soldat bereit sein, einen ihm völlig unbekannten Menschen auf Befehl zu töten.

In der Marineoperationsschule in Bremerhaven lernen Marinesoldaten Taktiken der Seekriegsführung, also auch die Kunst des Schiffeversenkens, letztlich organisiertes Ertrinken im Meer. Schwarze Schleifen für die Toten der Kriege wären angebracht. Nun glauben die Koalitionäre Bremerhavens, die Verantwortlichen im Verteidigungsministerium mit Lobhudelei zu überzeugen, uns doch bitte den Marinehafen zu schenken. Laut SPD Kriegsminister Pistorius könnte der Ernstfall schon schneller als eine Spatenstich im Blexer Bogen kommen. Er redet einen russischen Angriff für 2029 herbei. Sicher wird unsere Stadt durch den Ausbau eines Kriegshafens vorrangiges Ziel gegnerischer Raketen und Bomben.

Unsere Stadt ist bekannt für ein buntes, friedliches Treffen von Großseglern. Container- und Kreuzfahrtschiffe bestimmen das Hafenbild. Zukünftig sehen wir Panzer und anderes Kriegsgerät an den Kajen, und in den Häfen Kriegsschiffe.

Eine Transformation unserer Stadt droht: Statt weltoffenem Tor nun Flecktarn in Grau und Oliv. Zählen die Lehren aus der Vergangenheit nichts mehr? Haben unsere Politiker vergessen, dass Bremerhaven 1944 in Schutt und Asche lag?

Bremerhaven braucht deshalb nicht diese Art der Förderung von Infrastruktur. Bremerhaven braucht auch nicht dieses durchsichtige Werbemanöver mit gelben Bändern. Statt kriegsfähig muss unsere Stadt lebensfähig werden: Denn sie belegt Spitzenplätze bei der Kinderarmut, bei der Privatverschuldung, bei Schulabbrechern. Hier brauchen wir Investitionen und neue Arbeitsplätze. Davon profitieren die Menschen in unserer Stadt – und davon profitiert auch unser Hafen als Tor zur friedlichen Zusammenarbeit weltweit. Wir brauchen keine gelben Schleifen, wir brauchen ein Herz für Schulen und Krankenhäuser, für eine nachhaltige Klimastadt des Wissens und der Forschung.

Die Bremerhavener Initiative „Mut zum Frieden“ fordert die Koalitionäre in Bremerhaven auf , sich für friedliche Wege der Finanzierung der notwendigen Investitionen einzusetzen.
Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!

Bremerhaven darf nicht Tor zum Krieg werden. Keine lächerlichen Bettelschleifen an unseren Ortseingängen.

Für die Initiative „Mut zum Frieden“

Wilfried Krallmann-Hansen
017620433879

Hier der Link zur Website der Initiative (Link)

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