
In einem Instagram-Post, der Solidarität mit Aktivisten bekundet, die am Mittwoch das Dach des Rheinmetall-Werks in Berlin besetzten, heißt es: „Das Töten beginnt hier.“
Die Aktion richtete sich gegen die geplante Umstellung des Werks: Statt weiterhin Autoteile zu fertigen, sollen dort künftig Komponenten für Artilleriemunition produziert werden.
Die Besetzerinnen und Besetzer machten deutlich, dass sie eine Waffenfabrik in Berlin nicht akzeptieren wollen.
Einer der Beteiligten wurde mit den Worten zitiert: „Wir wollen keine Waffenfabrik in Berlin. Wir wollen nicht, dass hier Waffen produziert werden, mit denen Menschen getötet werden.“ Auf einem mitgeführten Transparent forderten die Aktivisten zudem: „Genozid in Palästina mit deutschen Waffen – Nicht mit uns! Leistet Widerstand.“
Die vier auf dem Dach festgenommenen Personen gehören laut Bericht zur Gruppe „Peacefully against Genocide“; sie wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Die Aktion reiht sich in einen größeren lokalen Widerstand gegen die Rüstungsproduktion ein: Anwohnerinnen und Anwohner wehren sich offen gegen die Produktionsumstellung, im Stadtteil Wedding sind rote Wimpel mit der Aufschrift „Wedding gegen Waffenproduktion“ an Spätis, Balkonen und in Cafés sichtbar. Diese symbolische Nachbarschaftsproteste unterstreichen, dass der Widerstand nicht nur von einzelnen Aktivisten, sondern auch von Teilen der Bevölkerung getragen wird.
Zudem hat das Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion in den vergangenen Monaten verschiedene Demonstrationen gegen die Umstellung des Werks organisiert. Für den kommenden Sommer hat das Bündnis zu weiteren Aktionstagen aufgerufen; konkret werden Aktionstage am 10. und 11. Juli 2026 angekündigt.