Auf Befehl von Heinrich Böhmcker, von 1937 bis 1944 durch das NS-Regime in das Amt des Bürgermeisters von Bremen eingesetzt, wurde am 11.11.1937 die Große Allee, die Kleine Allee und die Meterstraße in Langemarck-straße umbenannt. Heinrich Böhmcker war Mitglied der NSDAP, SA-Standartenführer, unbarmherziger Nationalsozialist. Rufname: „Latten-Böhmcker“. Er befehligte u.a. in der Nacht zum 10. November 1938 die Pogromnacht in Bremen.
Unter den Nationalsozialisten gehörten Unterdrückung, Folter und Mord auch in Bremen zum Alltag. Die Nazis verschleppten Juden und Jüdinnen, Sinti, Roma, Sozialdemokrat*innen, Kommunist*innen, Gewerkschafter*innen, Homosexuelle und Andersdenkende in Konzentrationsund Vernichtungslager.
Die Nazi-Herrschaft bedeutere für Bremen die Heroisierung des Krieges und völkischen Rassekult. Für ihre Naziund Kriegspropaganda wurde der Name „Langemarck“ instrumentalisiert und entehrt.
„Der Mythos von Langemarck spricht davon, dass deutsche junge Männer es vorzogen, mit dem „Deutschlandlied“ auf den Lippen im 1. Weltkrieg im belgischen Langemarck in den Tod zur stürmen. Diese abwegige Vorstellung eines bewussten kollektiven Selbstmords sollte ideologisches Vorbild sein, um die Jugend auf den 2. Weltkrieg vorzubereiten. Langemarckstraße: Der Name war reinste Nazi-Kriegspropaganda. Die Umbenennung in Langemarckstraße erfolgte NIE zum Gedenken an die gefallenen Soldaten im 1. Weltkrieg.
Die Langemarckstraße ist die einzige Straße in Bremen, bei der versäumt wurde, sie nach dem Krieg umzubenennen. Seien Sie Teil einer friedlichen Bewegung, die nicht die Augen vor der Geschichte verschließt, weder vor der von Langemarck noch von Georg Elser. Seien Sie Teil einer Initiative für einen Straßennamen mit einer wirklichen Friedensbotschaft. Sagen Sie „Ja“ zu einer Umbenenung der Langemarckstraße in GeorgElser-Allee!“
Georg Elser, ein Widerstandskämpfer der ersten Stunde, ein Held aus dem Volk, der 1939 ein Attentat auf Adolf Hitler verübte um den Krieg zu verhindern, ermordet im KZ. Georg Elser: Ein Vorbild für Mut und Zivilcourage. (Flyer Georg Elser Initative)
- Mit der Umbenennung wird ein Zeichen gesetzt für die Würdigung eines Widerstandskämpfers und seine antimilitaristischen Ziele gewürdigt
- Jeder Krieg beginnt mit Kriegsverherrlichung, dazu gehören Mythen (Langemarck) mit solchen Mythen muss Schluss gemacht werden.
- Wir brauchen ein Zeichen für Frieden und Zivilcourage. Stimmen Sie bei der laufenden Befragung des Ortsamtes der Bremer Neustadt und auf der Bürgerversammlung am 19.3.2026 mit Ja zur Umbenennung der Langemarckstraße.
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