Der nächste regime change

Foto von Omid Armin auf Unsplash

Der Krieg der „Koalition der Willigen“ aus USA und Großbritannien gegen den Irak im Jahr 2003 mit anschließendem „Regime Change“ hat im Zeitraum von Januar bis Dezember 2003 etwa 40.000 zivile Tote und bis zum Ende der US-amerikanischen Besatzung 2011 etwa 600.000 zivile Tote verursacht, wobei die Schätzungen weit auseinandergehen:

„Eine im Oktober 2006 von der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte und von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore durchgeführte Studie geht von 392.979 bis 942.636 zusätzlichen Todesfällen im Irak durch Kriegsfolgen aus, was bei einem Mittelwert von 654.965 Toten rund 2,5 Prozent der Bevölkerung entspricht.“ (Wikipedia)

Fünfzehn Jahre nach dem Abzug der US-amerikanischen Truppen aus dem Irak träumen Donald Trump und Benjamin Netanjahu davon, den Iran durch weiter verschärfte illegale Sanktionen und militärischen Druck so lange zu destabilisieren, bis das sogenannte „Mullah-Regime“ wie ein Kartenhaus zusammenbricht.

Auch Friedrich Merz und Johann Wadephul wollen „alle Maßnahmen zu ergreifen, die irgend möglich sind, um diesem Regime das Handwerk zu legen“, wobei sie die grobe „Drecksarbeit“ den Gewohnheitsverbrechern aus den USA und Israel überlassen. Die Folgen eines Regime Change im Iran – staatlicher Zerfall, Bürgerkrieg und Massenflucht – sind ihnen egal.

Mehr dazu unter:

https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10264 (Link)

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