Filmtipp: „Ich war 19“


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Hauptperson des Films ist der 19-jährige Gregor Hecker, der als 8‑Jähriger mit seinen Eltern aus dem faschistischen Deutschland nach Moskau emigriert war. Als Leutnant der Sowjetarmee kehrt er zurück, entdeckt Deutschland und die Deutschen zwischen dem 16. April und dem 3. Mai 1945.

Er trifft einfache Leute, Mitläufer, Rückversicherer, Überläufer, eingefleischte Faschisten, Antifaschisten.

Gelingt es, Wehrmachtssoldaten zur Desertion und zum Niederlegen der Waffen zu überreden?

Wie umgehen mit einem Wehrmachts-“Offizier vom Dienst“, der sich ordnungsgemäß bei „seiner vorgesetzten Dienststelle“ in sowjetische Gefangenschaft abmelden will?

In den Dörfern und Kleinstädten trifft Hecker auf die unterschiedlichsten Reaktionen seiner einstigen Landsleute. Ihm und seinen sowjetischen Vorgesetzten öffnet sich zwar ein differenziertes aber dennoch unverständliches Bild von der Zivilbevölkerung. Genau dies macht den Film bemerkenswert.

Er lässt erahnen, wie schwierig es war, den Schwur der Häftlinge des KZ Buchenwald nach ihrer Selbstbefreiung umzusetzen: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

„Ich war 19“ wurde von führenden Filmhistorikern und ‑journalisten im Verbund Deutscher Kinematheken ausgewählt als einer der 100 wichtigsten deutschen Filme aller Zeiten.

Credits:
Regie: Konrad Wolf, 119 Min., Schwarz-Weiß, Spielfilm
DEFA-Studio für Spielfilme, DDR 1967

Eine Veranstaltung des VVN/BdA Bremen, unterstützt von „Kino in der Neustadt“.

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