Die sogenannte „Zeitenwende“ verändert Politik, Gesellschaft und Arbeitswelt. Steigende Rüstungsausgaben, Debatten um Wehrpflicht, Fragen der Krisenvorsorge und eine zunehmende Militarisierung prägen die öffentliche Diskussion. Gleichzeitig verschärfen sich soziale Konflikte und Verteilungskämpfe um öffentliche Investitionen.
Welche Folgen haben diese Entwicklungen für Beschäftigte, Gewerkschaften und den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Welche Interessen stehen sich gegenüber – und welche Perspektiven gibt es für eine friedensorientierte und soziale Politik?
Am Antikriegstag 2026 spricht Sidar Carman (ver.di Stuttgart) über aktuelle Auseinandersetzungen rund um die „Zeitenwende“, ihre Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen und soziale Infrastruktur sowie über gewerkschaftliche und friedenspolitische Perspektiven.
Sidar Carman ist Bezirksgeschäftsführerin des ver.di Bezirks Stuttgart und engagiert sich für starke Arbeitnehmer*innenrechte, Tarifbindung und betriebliche Mitbestimmung. Als Gewerkschafterin bringt sie eine klare Perspektive auf die Verbindung von Friedenspolitik und sozialer Gerechtigkeit mit: auf die Frage, wie Aufrüstung und steigende Militärausgaben gesellschaftliche Verteilungskonflikte verschärfen und welche Rolle Gewerkschaften in der friedenspolitischen Debatte einnehmen.
Im Anschluss tauschen wir in Tischrunden (World Café) Erfahrungen aus, diskutieren kontroverse Fragen und entwickeln gemeinsame Handlungsperspektiven.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe: Streitfall Frieden – Friedenspraxis vor Ort der Stifung die schwelle gemeinsam mit dem DGB, dem evangelischen Bildungswerk und der Bremer Volkshochschule