Am 10. Juli entscheidet der Deutsche Bundestag über die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung. Gleichzeitig geraten immer mehr unserer sozialen Errungenschaften unter Druck. Deshalb gehen wir gemeinsam auf die Straße.
Es geht längst nicht mehr nur um die Gesundheitsversorgung.
Auch Kürzungen bei der sozialen Infrastruktur sowie Einschnitte bei Rente, Gesundheit und Pflege werden diskutiert. Der Acht-Stunden-Tag soll aufgeweicht werden, Beschäftigte sollen flexibler und günstiger arbeiten, während der Klimaschutz zunehmend in den Hintergrund rückt.
Unsere sozialen Errungenschaften sind nicht verhandelbar.
Sie wurden uns nicht geschenkt. Sie wurden vielen engagierten Menschen in Gewerkschaften und über Generationen hinweg erkämpft. Sie sichern gute Arbeit, soziale Sicherheit, Teilhabe und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Während bei uns Vielen gespart werden soll, wächst der Reichtum der Wenigen weiter. Die Vermögen der Reichsten steigen, während immer mehr Menschen sich Sorgen um ihre Gesundheitsversorgung, ihre Rente oder bezahlbares Wohnen machen.
Statt Sozialabbau braucht dieses Land endlich eine gerechte Umverteilung des gesellschaftlich erarbeiteten Reichtums. Wer starke Schultern hat, muss einen größeren Beitrag zur Finanzierung unseres Gemeinwesens leisten.
Wir erwarten von der Bundesregierung einen Kurswechsel: weg von Kürzungen zulasten der Mehrheit – hin zu Investitionen in Gesundheit, Pflege, Bildung, soziale Sicherheit und gute Arbeit. Und wir erwarten von Unternehmen, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Denn Eigentum verpflichtet – gerade in schwierigen Zeiten.
Jetzt zählt jede und jeder von uns.
Kommt am 10. Juli um 15:30 Uhr auf den Bremer Marktplatz und setzt gemeinsam mit uns ein sichtbares Zeichen für Solidarität, soziale Gerechtigkeit und den Erhalt unserer sozialen Errungenschaften.
Bringt Kolleginnen, Freundinnen, Familie und Nachbar*innen mit. Denn je mehr wir sind, desto deutlicher wird unsere Botschaft: Wir lassen nicht zu, dass soziale Errungenschaften abgebaut werden, während der Reichtum weniger immer weiter wächst.
Gemeinsam sind wir laut. Gemeinsam sind wir stark.
Solidarische Grüße
Euer Team im Fachbereich Gesundheit, soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft
Heike, Katharina, Kerstin, Steffi, Jörn, Stefke und Tobi
ver.di Bez. Bremen-Nordniedersachsen,
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