Gewerkschafter gegen Kriegswirtschaft

Noch sind die Stimmen aus der IG-Metall gegen die deutsche Kriegspolitik selten und zaghaft. Angesichts täglicher Nachrichten über Stellenabbau in der Industrie, v.a. in der Automobilbranche, hoffen viele Beschäftigte auf den Erhalt ihrer Jobs dank der Milliardensummen, die die Bundesregierung für  Aufrüstung zur Verfügung stellt. Dass das Geld, das für Waffen ausgegeben wird, tausendmal sinnvoller für Arbeitsplätze in den Bereichen Wohnungsbau, Gesundheit, Bildung, öffentlicher Nah- und Fernverkehr und Umweltschutz verwendet werden müsste, hat sich als Erkenntnis leider noch nicht durchgesetzt. Abgesehen davon, dass Waffen, wenn sie nicht eingesetzt werden, veralten und verschrottet werden, also völlig sinnlose Geldverschwendung sind. Wenn sie aber eingesetzt werden, bedeutet das Krieg. Krieg mit allen Folgen einer hochentwickelten Tötungs- und Zerstörungstechnik, deren Einsatz von unserem Land oder von anderen Ländern, wohin die Waffen exportiert werden, nicht viel übrig lassen würde.

Wir freuen uns, dass die DFG/VK Köln über die folgende Erklärung informiert. Eine Ermutigung! Weiterlesen… „Gewerkschafter gegen Kriegswirtschaft“

NEIN zur atomaren Aufrüstung!
Den New-Start-Vertrag verlängern!

NEIN zur drohenden atomaren Aufrüstung! Den NEW-Start-Vertrag verlängern!

Wir veröffentlichen eine Presseerklärung des Aktionsbündnisses „atomwaffenfrei.jetzt“ vom 02.02.2026

Friedensbündnis fordert Verhandlungen und atomare Abrüstung
Der New-START-Vertrag von 2010 zwischen den USA und Russland zur Begrenzung strategischer Atomwaffen, der 2021 verlängert wurde, läuft am 5. Februar 2026 aus. New START hatte für beide Seiten die Anzahl von Atomsprengköpfen auf 1.550 und die Zahl der Trägersysteme auf 800 festgelegt. Nachdem der INF-Vertrag von 1987 zur Beseitigung der Mittelstreckenwaffen von den USA 2019 gekündigt worden war, blieb der New-START-Vertrag das letzte Abkommen zur Begrenzung von Atomwaffen.

Das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ fordert die Bundesregierung auf, Weiterlesen… „NEIN zur atomaren Aufrüstung!
Den New-Start-Vertrag verlängern!“

Kennst Du das Land,
wo die Kanonen blühen?

Foto von Jon Tyson auf Unsplash

Selten gab es weniger Anlass, hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen.

Die Wünsche für ein friedliches Weihnachtsfest kommen einem wie Hohn vor.

Die Christenheit ist ziemlich auf den Hund gekommen.

  • Bethlehem liegt im Westjordanland. Die Israelis haben den Ort mit 15 Meter hohen Mauern eingeschlossen. Die Dörfer in der Umgebung sind permanent von Angriffen israelischer „Siedler“ (in Wirklichkeit Räuber und Banditen) betroffen, meist unterstützt von israelischen Militärs. Der Weihnachtstourismus, eine wichtige Einnahmequelle der Bewohner Bethlehems, ist zum Erliegen gekommen.
  • Die Spitze der evangelischen Kirche in Deutschland hat sich – mit einigen Verrenkungen – dem Kriegskurs der Regierung angeschlossen.
  • Der neue Papst der Katholiken hat bisher nicht an die erfreulich klaren friedenspolitischen Positionen seines Vorgängers angeknüpft.

Und die Weltlichkeit? In der BRD haben wir eine Regierung, die nicht in der Lage ist, auch nur eines der drängenden Probleme der Mehrzahl der Bevölkerung zu lösen. Weiterlesen… „Kennst Du das Land,
wo die Kanonen blühen?“

Bremerhavens Seehafen soll „leistungsfähig, militärisch nutzbar“ werden.

„Bremerhavener Hafeninfrastruktur wird mit 1,3 Milliarden zur NATO-Drehscheibe aufgerüstet“, schreibt das  Friedensbündnis Norddeutschland am 15.11.25

„Das Geld aus dem Verteidigungsetat soll in die Stärkung der militärischen Nutzung der Häfen fließen. Noch nie wurde ein Projekt im Land Bremen mit einem so hohen Betrag gefördert. Der Geldsegen wurde nun vom Haushaltsausschuss des Bundestags in seiner Sitzung auf den Weg gebracht. Die 1,35 Milliarden Euro sollen dafür investiert werden, die Infrastruktur in den Häfen den militärischen Bedürfnissen der NATO anzupassen.“ So berichtet der bremische Regionalsender „buten un binnen“ am 14.11.2025.

Das Land Bremen gehört zu den ärmsten Regionen der Bundesrepublik. Weiterlesen… „Bremerhavens Seehafen soll „leistungsfähig, militärisch nutzbar“ werden.“

Machen sich die christlichen Kirchen kriegstüchtig?

Beide großen christlichen Kirchen in Deutschland haben in den vergangenen Tagen Beschlüsse gefasst, die aufhorchen lassen. Das, was der frühere Kanzler Scholz mit der Zeitenwende proklamiert hat, scheint nun auch von den Kirchen unterstützt zu werden. Die Militarisierung der Gesellschaft hat jetzt auch die Kirchen erreicht.

Die evangelische Kirche veröffentlichte in diesen Tagen eine Friedensdenkschrift, die eine deutliche Abkehr von früheren friedenspolitischen Positionen darstellt. Zu diesem Papier, das etwa 170 Seiten umfasst, gibt es inzwischen eine Reihe kritischer Stellungnahmen, auf die wir hinweisen.

In die gleiche militaristische Richtung geht eine Stellungnahme von den katholischen Bischöfen. Die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichte eine Erklärung zur Wehrpflicht. Michael von der Schulenburg, Abgeordneter im EU-Parlament, hat dazu einen Offenen Brief an Pax Christi geschrieben (Link), in dem er sein Entsetzen über die „Rechtfertigung von Kriegsvorbereitung“ mitteilt.

Wir veröffentlichen im Folgenden eine erste Stellungnahme zur EKD-Denkschrift von Wilfried Preuß-Hardow und weiter unten den Offenen Brief von Michael von der Schulenburg an Pax Christi (Link). Weiterlesen… „Machen sich die christlichen Kirchen kriegstüchtig?“