„Indem wir nicht verhandelt haben, haben wir die Entscheidung über die russischen Sicherheitsinteressen der Kriegslösung überlassen.“

Ein Abend mit Michael von der Schulenburg im Bremer Haus der Wissenschaften

Michael von der Schulenburg – über 30 Jahre Diplomat für den Frieden in der Welt, Leiter von UN-Friedensmissionen, parteiloser Abgeordneter des EU-Parlamentes für das BSW, begründet in seinen Artikeln und Vorlesungen leidenschaftlich und überzeugend die Notwendigkeit von Diplomatie und Kommunikation im Konflikt- bzw. Kriegsfall. (siehe auch  https://michael-von-der-schulenburg.com ).

Mehr als 150 Zuhörer folgten im bis auf den letzten Platz besetzten Olbers-Saal dem Vortrag von der Schulenburgs zum Thema: UN-Charta, EU und multipolare Weltordnung.  Hier eine inhaltliche Zusammenfassung seiner Ausführungen: (Download PDF)

 

Der internationale Rüstungswahnsinn in Zahlen

Die Rüstungsausgaben stiegen 2024 auf einen Höchststand seit dem „kalten Krieg“. Pro Tag pro Kopf wurde weltweit fast ein Dollar ausgegeben. Dagegen leben weltweit 650 Millionen Menschen mit 2,15 Dollar in extremer Armut!

Im Jahr 2024 gaben Regierungen weltweit 7,1 Prozent ihrer Staatsausgaben für Waffen und Kriegsmaterial aus, was etwa 0,92 US-Dollar pro Person und Tag entspricht. Im Vergleich dazu leben rund 690 Millionen Menschen in extremer Armut mit weniger als 2,15 Dollar pro Tag. Laut dem Stockholm International Peace Research Institute (Sipri) stiegen die globalen Militärausgaben im Jahr 2024 um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was den stärksten Anstieg seit dem Ende des Kalten Krieges darstellt. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben auf 2718 Milliarden US-Dollar, wobei über die Hälfte des Budgets auf die NATO-Länder entfiel. Die USA und China trugen fast die Hälfte der globalen Militärausgaben, wobei die USA 3,2-mal mehr ausgaben als China. Rund 80 Prozent der weltweiten Militärausgaben werden von der Bevölkerung in 15 Ländern finanziert.

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