Aktualisiertes Programm:
Aufgrund eines kleinen Zwischenfalls in Kiel musste das Schiff zurück nach Dänemark fahren.
Die Crew der Handala II wird allerdings nach Bremen kommen, um hier einen Vortrag bei unserer Abendveranstaltung zu halten.
Die Abendveranstaltung findet schon am Sonntag, den 16. Aug., von 16–20 Uhr statt.
Ort: Zionskirche und Gemeindezentrum
Kornstraße 31, Eingang Kantstraße, Bremen
Alle vier Crew-Mitglieder, die nach Bremen kommen, waren bei der letzten Fahrt Richtung Gaza dabei und wurden von der israelischen Armee gefangen genommen. Sie werden über die Mission und über ihre Erlebnisse während der Gefangenschaft berichten. (Darunter Engin Dogan, der wegen der Behandlung der isr. Soldaten bis vor ein paar Tagen noch im Rollstuhl saß)
Außerdem wird ein Kurzfilm (15 min) über die Gaza Flotilla gezeigt.
Barbara Heller wird weiterhin einen kleinen Vortrag über die Waffenindustrie in Bremen und Bremerhaven halten.
Zusätzlich werden Fine Art Prints zerstörter Werke von Künstlern aus Gaza zu sehen sein.
Dann lassen wir den Abend mit Gesprächen und Essen ausklingen.
Es ist des Weiteren eine gemeinsame Mahnwache mit der Crew am Montag, dem 17. Aug. geplant. Diese ist zwischen 15:30 Uhr und 17:30 Uhr am Bahnhof in Bremen angemeldet. (Hierfür haben wir bis jetzt allerdings noch keine Bestätigung bekommen).
Ihr seid herzlich eingeladen! Wir würden uns freuen, wenn ihr teilnehmen würdet! Und wie immer wäre es sehr schön, wenn ihr die Termine und die Informationen teilt.
Häufige Fragen
Was ist die Freedom Flotilla Coalition?
Die Freiheitsflottille – Freedom Flotilla Coalition (FFC) – besteht aus Organisationen der Zivilgesellschaft und Grasswurzelinitiativen aus der ganzen Welt. Seit 2010 setzen wir uns aktiv gegen die illegale und unmenschliche Seeblockade vom Gazastreifen durch Israel ein und setzen damit den wichtigen Präzedenzcharakter der Free Gaza Bewegung fort, die seit 2008 mit Schiffen zum Gazastreifen fährt. Unsere Aktionen zielen darauf ab, das Völkerrecht zu wahren und das Recht des palästinensischen Volkes auf Bewegungsfreiheit, Selbstbestimmung und Würde zu fördern.
Die FFC setzt sich dafür ein, die Mittäterschaft von Regierungen, Konzernen und Institutionen, die die Besatzung, Apartheid und Kriegsverbrechen von Israel ermöglichen und davon profitieren, zu konfrontieren, bis die Blockade bedingungslos aufgehoben wird. Solange die Regierungen sich weigern zu handeln, wird die Zivilgesellschaft gewaltlose, direkte Aktionen durchführen, um die Blockade aufzuheben, und die Komplizenschaft und das Schweigen, die sie aufrechterhalten, aufzudecken.
Warum organisiert FFC Hafen-Missionen in Europa?
Wir glauben, dass nachhaltiges öffentliches Engagement wichtig ist. Wenn Krisen aus der öffentlichen Debatte verschwinden, laufen sie Gefahr, normalisiert zu werden. Handala II versucht, Sichtbarkeit, Dialog und Verbindung durch friedliche und sichtbare gewaltfreie zivile Aktionen zu schaffen.
Warum heißt eines der Schiffe Handala?
Handala ist eine von einem palästinensischen Zeichner geschaffene Figur eines Jungen, der verspricht, sich erst umzudrehen, wenn er in ein freies Palästina zurückkehren kann. Er steht für palästinensische Kinder, vor allem für die, die durch die Besatzung von Israel vertrieben wurden, und ist zu einem universellen Symbol der Standhaftigkeit und des Widerstands geworden. Da mehr als zwei Drittel der Menschen im Gazastreifen palästinensische Flüchtlinge und über 50 % Kinder sind, ist Naji al-Ali, Handala, ein palästinensisches Flüchtlingskind, eine Zeichentrickfigur, die der Ungerechtigkeit den Rücken gekehrt hat, aber nie weggegangen ist. Handala bleibt ein starkes Symbol für den Kampf des palästinensischen Volkes um Gerechtigkeit und Selbstbestimmung.
Warum sind die Missionen der Freiheitsflottille so wichtig?
Da mehr als die Hälfte der Palästinenser im Gazastreifen Kinder sind, ist es wichtig, der Welt deutlich zu machen, dass die Blockade vom Gazastreifen sie am meisten gefährdet. Den palästinensischen Kindern, die im Gazastreifen, im Westjordanland und in der Diaspora leben, werden seit Jahrzehnten grundlegende Menschenrechte verweigert. Diese Rechtsverletzungen – von der Bewegungsfreiheit bis hin zum Recht auf Rückkehr – haben sich seit 2006 für die Palästinenser im Gazastreifen durch die nahezu hermetische Abriegelung, die Israel über den Gazastreifen verhängt hat, sowie durch die jahrzehntelange militärische und gewaltsame Besatzung noch verschärft.
Als Ergebnis einer bewussten politischen Entscheidung der israelischen Regierung, das palästinensische Volk auszuhungern, spitzt sich die Lage im Gazastreifen von Tag zu Tag zu, wobei sich Lebensmittelknappheit und katastrophaler Hunger im Gazastreifen ausbreiten. Der absichtlich geschaffene Mangel an medizinischen Hilfsgütern und an funktionierenden Kliniken oder Krankenhäusern zur Behandlung von Verletzungen hat zu einer Ausbreitung von Krankheiten, Infektionen und Tod geführt, so dass die Zeit drängt, da Fachleute voraussagen, dass Hunger und Krankheiten mehr Menschenleben fordern könnten als durch direkten Beschuss getötet wurden.
Ist die Freiheitsflottille eine gewaltlose Bewegung?
Ja. Unser Ziel ist es, die illegale israelische Blockade friedlich zu beenden, daher beruht jede Fahrt, die wir unternehmen, auf gewaltloser direkter Aktion. Alle Freiwilligen werden in gewaltlosem Widerstand, in der Vorbereitung auf eine mögliche Festnahme oder Inhaftierung sowie in den Grundsätzen der Solidarität und der Bekämpfung von Unterdrückung geschult.
Wir tragen keine Waffen. Wir begegnen staatlicher Gewalt mit friedlichem Widerstand. Die einzigen Waffen, die auf unseren Schiffen auftauchen, sind die, die die israelische Streitkräfte mitbringen, wenn sie uns entführen, überfallen oder angreifen, wie sie es in den vergangenen Jahren immer wieder getan haben. Die israelischen Streitkräfte brachten Waffen an Bord während des tödlichen Angriffs auf die Mavi Marmara in 2010, bei dem sie 10 Freiwillige ermordeten und Dutzende weitere verwundeten. Bewaffnete israelische Streitkräfte haben unsere darauffolgenden Missionen gekapert, wie zuletzt am 9. Juni 2025 und am 29. Juli 2018.
Mehr dazu auf der Website https://freedomflotilla.org/

