Angesichts der von der Regierung vorangetriebenen Kriegstüchtigkeit nehmen die Stellungnahmen gewerkschaftlicher Gliederungen gegen Aufrüstung und Krieg zu. „Der DGB Hessen-Thüringen bleibt antimilitaristisch. Wir setzen uns gegen jede Militarisierung der Gesellschaft ein. Unser Handeln steht im Geiste der Friedensbewegung unter dem Motto „Nie wieder Krieg!“ lautete ein mit großer Mehrheit von der Bezirkskonferenz angenommener Antrag. Die Vertauensleute der IG-Metall bei den Ford-Werken in Köln erklärten: „Nein zur Kriegswirtschaft! Wir geben unsere Kinder nicht für Kriege.“ Aus dem Vorstand der IG-Metall heißt es: „Die IG Metall steht ohne Wenn und Aber für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung“…“Die Rüstungsindustrie wird den Industriestandort Deutschland nicht retten.“
Im Folgenden veröffentlichen wir den Aufruf des DGB zu den Ostermärschen:


Noch sind die Stimmen aus der IG-Metall gegen die deutsche Kriegspolitik selten und zaghaft. Angesichts täglicher Nachrichten über Stellenabbau in der Industrie, v.a. in der Automobilbranche, hoffen viele Beschäftigte auf den Erhalt ihrer Jobs dank der Milliardensummen, die die Bundesregierung für Aufrüstung zur Verfügung stellt. Dass das Geld, das für Waffen ausgegeben wird, tausendmal sinnvoller für Arbeitsplätze in den Bereichen Wohnungsbau, Gesundheit, Bildung, öffentlicher Nah- und Fernverkehr und Umweltschutz verwendet werden müsste, hat sich als Erkenntnis leider noch nicht durchgesetzt. Abgesehen davon, dass Waffen, wenn sie nicht eingesetzt werden, veralten und verschrottet werden, also völlig sinnlose Geldverschwendung sind. Wenn sie aber eingesetzt werden, bedeutet das Krieg. Krieg mit allen Folgen einer hochentwickelten Tötungs- und Zerstörungstechnik, deren Einsatz von unserem Land oder von anderen Ländern, wohin die Waffen exportiert werden, nicht viel übrig lassen würde.
NEIN zur drohenden atomaren Aufrüstung! Den NEW-Start-Vertrag verlängern!