Krieg und Kriegsgefahr bestimmen unsere Zeit, während die klimapolitischen Hiobsbotschaften kaum nachhaltige Folgen haben. In dieser Anthologie kommen Autor*innen aus sehr unterschiedlichen Disziplinen und Lebenswelten zu Wort. Sie gehen in ihren Essays der Frage nach, warum wir explizit kriegsuntüchtiges Denken und Handeln benötigen, um die Krisen unserer Zeit zu bewältigen. Was alle Autor*innen verbindet, ist die tiefe Überzeugung, dass Kriege nicht zu rechtfertigen sind und die globalen Probleme unserer Zeit nur auf zivile Weise verstanden und gelöst werden können. Weiter lesen… „„Kriegsuntüchtigkeit als Chance“ –
eine Buchbesprechung“
Autor: Barbara Heller
„Kriegsuntüchtigkeit als Chance“ –
Emden gegen Kriegstüchtigkeit
Wir veröffentlichen hier die eindrucksvolle Rede von Bert Gedenk, der als Pastor in Emden noch viele Menschen kennen gelernt hatte, die ihm von den Zerstörungen Emdens im 2. Weltkrieg berichtet hatten. Die Bombardierungen der kriegstüchtigen deutschen Hafenstadt hatten Emden in eine Wüste verwandelt, die an die Bilder von Hiroshima erinnerte.
Mehr als 800 Akteure und Lobbyisten der maritimen Wirtschaft hatten sich in Emden versammelt und wollten über Wettbewerbsfähigkeit, globalen Handel und gute Geschäfte reden. Aber es ging auch um massive Aufrüstung. Bundeskanzler Merz und zahlreiche Bundes-, Landes- und Lokalpolitiker sprachen der Militarisierung der Hafenwirtschaft das Wort.
Die vom maritimen Koordinator der Bundesregierung angekündigten 100 000 neuen Arbeitsplätze, dürfte es, wenn überhaupt, einzig und allein im Marineschiffbau geben.
Gegen das Kriegstüchtigmachen der Seehäfen protestierten mehrere hundert Menschen im Zentrum von Emden und anschließend mit einer Demo in die Nähe der Nordseehalle, wo die NMK stattfand.
Hier die Rede von Pastor Bert Gedenk: Weiter lesen… „Emden gegen Kriegstüchtigkeit“
Abstimmung: Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen
Angesichts der Eskalation der Kriege in Westasien geraten andere bedrohliche Entwicklungen in den Hintergrund. Die Debatte über die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik ist weitgehend verstummt. Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen“ fordert auf, mit der folgenden Abstimmung die Mittelstreckenraketen wieder zum öffentlichen Thema zu machen. Wir veröffentlichen dazu einen Aufruf der IPPNW:
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir brauchen dringend eure Mithilfe, damit die Abstimmungsfrage zu Mittelstreckenwaffen bei Abstimmung21 unter die ersten 20 Themen kommt.
Aktuell liegt die Weiter lesen… „Abstimmung: Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen“
In der Tageszeitung jungeWelt…

In der Tageszeitung jungeWelt schreibt Helmut Donat auf den Thema-Seiten über den Bremer Pastor Hartmut Drewes, der im Februar 2025 verstarb.
Der Artikel beginnt mit der „unseligen Tradition“ in Deutschland, der „Kontinuität der Hochschätzung von Macht und Gewalt und eine(r) Geringschätzung von Ethik und Moral.“ Vertreter der Friedensbewegung wurden und werden verächtlich gemacht für ihre Positionen. Das erging auch den „Friedenspfarrern“ aus der Evangelischen Kirche nicht anders, wenn sie sich gegen Aufrüstung und Militarismus engagierten. In Bremen allerdings wirkten eine ganze Reihe pazifistischer und ab 1933 auch antifaschistischer Pastoren. Weiter lesen… „In der Tageszeitung jungeWelt…“
DGB ruft zu den Ostermärschen auf!
Angesichts der von der Regierung vorangetriebenen Kriegstüchtigkeit nehmen die Stellungnahmen gewerkschaftlicher Gliederungen gegen Aufrüstung und Krieg zu. „Der DGB Hessen-Thüringen bleibt antimilitaristisch. Wir setzen uns gegen jede Militarisierung der Gesellschaft ein. Unser Handeln steht im Geiste der Friedensbewegung unter dem Motto „Nie wieder Krieg!“ lautete ein mit großer Mehrheit von der Bezirkskonferenz angenommener Antrag. Die Vertauensleute der IG-Metall bei den Ford-Werken in Köln erklärten: „Nein zur Kriegswirtschaft! Wir geben unsere Kinder nicht für Kriege.“ Aus dem Vorstand der IG-Metall heißt es: „Die IG Metall steht ohne Wenn und Aber für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung“…“Die Rüstungsindustrie wird den Industriestandort Deutschland nicht retten.“
Im Folgenden veröffentlichen wir den Aufruf des DGB zu den Ostermärschen:
