Charlotte Wiedemann (TAZ) fragt:
„Haben wir verloren?“

„Die Bewegung für palästinensische Rechte und Selbstbestimmung hat schmerzlich wenig erreicht. Darüber zu sprechen, ist nicht das Gleiche wie Resignation.

Haben wir verloren? Die Frage mag anmaßend klingen. Denn wer, bitteschön, soll dieses Wir sein? Ich meine alle, die sich in den vergangenen drei Jahren bemüht haben, palästinensisches Leid in Deutschland sichtbarer zu machen, in der Hoffnung, dies werde Folgen haben, humanitär und politisch.“

Link zum ganzen Beitrag: https://taz.de/Krieg-in-Nahost/!6203427/

Charlotte Wiedemann ist zu danken, dass sie immer wieder auf die Situation in Gaza hinweist. Eine Reihe von uns kennt die Schwierigkeiten, die sie benennt. Weiter in der Palästina-Solidarität aktiv zu bleiben, auch wenn wir – angesichts der täglichen israelischen Verbrechen – so wenig an Hilfe und Unterstützung durchsetzen können, das kostet viel Kraft und übersteigt auch manchmal die persönlichen Möglichkeiten. Uns immer wieder zu fragen, warum wir so wenig erreichen, ist notwendig. Verlieren wir nicht aus dem Blick, was wir anders oder besser machen können. Aber machen wir uns auch bewusst, wie schwer die objektiven Bedingungen für Palästina-Solidarität aufgrund der deutschen Geschichte in unserem Land sind. Und vergessen wir nicht, was uns Kraft gibt. Die überwiegend positiven Reaktionen, die wir bei den Palästina-Mahnwachen erleben, sind eine Ermutigung.

Wir freuen uns über Kommentare – vielleicht ist ja auch etwas dabei, was unsere Arbeit wirkmächtiger macht.

Wasserkriege: Wo der Klimawandel heute schon Konflikte befeuert

Die Bremer Wasserwochen vom 22.8.-13.9.26 wollen – gemeinsam mit vielen Akteuren – die Bedeutung von Wasser für Umwelt, Gesellschaft und globale Gerechtigkeit sichtbar machen.

Die Arbeitsgruppe Umwelt und Militär des Bremer Friedensforums beteiligt sich mit einem Vortrag zum Thema:

Wasserkriege: Wo der Klimawandel heute schon Konflikte befeuert. Weiter lesen… „Wasserkriege: Wo der Klimawandel heute schon Konflikte befeuert“

„Verfassungsschutz“:
eine Gefahr für Grundrechte und Demokratie?

Diskussionsveranstaltung mit Gerhard Schäfer,
Dr. Rolf Gössner und Cornelia Barth

Ort: Haus der Wissenschaft, Olbers-Saal
Zeit: Mittwoch, 3. Juni 2026, 19:00 Uhr

Der bundesdeutsche Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“ (VS) befindet sich seit geraumer Zeit wieder im Aufwind. Und dies, obwohl seine 75jährige VS-Geschichte auch als Geschichte von Skandalen und Bürgerrechtsverletzungen geschrieben werden kann.

Weshalb also verlassen sich viele auch linksorientierte Menschen inzwischen wieder zunehmend auf den VS, obwohl sie ihn zuvor doch aus guten Gründen vehement kritisierten oder gar auflösen wollten? Oder hilft der VS im politischen Kampf gegen Rechts und AfD etwa so sehr, dass er als unentbehrlich gilt? Weiter lesen… „„Verfassungsschutz“:
eine Gefahr für Grundrechte und Demokratie?“

Gezielte Tötung der Journalistin Amal Khalil: Reporter ohne Grenzen (RSF) prangert Kriegsverbrechen an

Tragisch passend dazu: Am kommenden Sonntag startet die Aktionswoche „Pressefreiheit im Schatten der Staatsräson“, die auch das BFF aktiv unterstützt.

Hier die vollständige Presserklärung (Link)

„Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt aufs Schärfste die gezielte Tötung der libanesischen Journalistin Amal Khalil. Sie wurde am 22. April 2026 nach israelischen Luftangriffen auf das Gebäude, in dem sie im Südlibanon Zuflucht gesucht hatte, tot aufgefunden. Ihre Kollegin Zeinab Faraj wurde bei den Angriffen schwer verletzt. RSF hatte dringend an die Regierung von Benjamin Netanjahu appelliert, Rettungskräften den Zugang zur Journalistin zu ermöglichen. Dennoch verhinderte die israelische Armee, dass rechtzeitig Hilfe geleistet werden konnte. Die gezielte Tötung einer Zivilistin, die als Journalistin tätig ist, stellt ein Kriegsverbrechen dar.

„Amal Khalil lag nach israelischen Angriffen stundenlang im Sterben. Rettungskräfte wurden durch das Feuer der israelischen Armee daran gehindert, sie zu erreichen. Das sind Kriegsverbrechen“, sagt Christopher Resch, RSF-Pressereferent für Nahost. „Wir sprechen Khalils Familie unser Beileid aus und wünschen ihrer schwer verletzten Kollegin Zeinab Faraj eine schnelle Genesung. Die Verantwortung liegt auch bei den Partnern der Netanjahu-Regierung wie der USA, Deutschland und der internationalen Gemeinschaft: Sie lassen zu, dass Verbrechen wie diese ungestraft bleiben.“ Weiter lesen… „Gezielte Tötung der Journalistin Amal Khalil: Reporter ohne Grenzen (RSF) prangert Kriegsverbrechen an“

Mythos Langemarck – Vortrag von Gerhard Schäfer

Collage: Bernd Fischer

Worum geht es bei Langemarck?

Die Pressemitteilung der Obersten Heeresleitung (OHL) vom 11. November 1914 lautete wie folgt:

„Am Yserabschnitt machten wir gestern gute Fortschritte … Westlich Langemarck brachen junge Regimenter unter dem Gesange ‚Deutschland, Deutschland über alles‘ gegen die erste Linie der feindlichen Stellungen vor und nahmen sie.“

Damit waren Legende und Mythos von Langemarck, im flandrischen Teil Belgiens gelegen, geboren. Weiter lesen… „Mythos Langemarck – Vortrag von Gerhard Schäfer“