„Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“

Foto: Emil Kalibradov

Mit diesem (Voltaire zugeschriebenen) Bonmot konnten sich westdeutsche Politiker, solange es die DDR noch gab, als Teil einer Gesellschaft präsentieren, in der die Meinungsfreiheit geschützt und garantiert war.

Das war sie natürlich nicht, wie erstens das KPD-Verbot von 1956 mit der Inhaftierung zahlreicher Kommunisten; zweitens der „Radikalenerlass“ von 1972 mit zahlreichen Berufsverboten für Lehrerinnen und Lehrer sowie Angestellte des öffentlichen Dienstes; und drittens die Stasi-Hysterie mit Massenentlassungen und massenhafter öffentlicher Denunziation gezeigt haben. Im Prinzip – soll heißen: auf dem Papier – hat sich aber nichts geändert:

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten.“ ( Artikel 5 Grundgesetz, Abs. 1)

Nur leider können sich Journalisten und Publizisten nicht mehr auf das deutsche Grundgesetz oder vergleichbare europäische Gesetze berufen, wenn sie vom Europäischen Rat sanktioniert werden und nicht mehr in der Lage sind, über ihre Bankkonten zu verfügen, wobei sich wegen „Sanktionsumgehung“ strafbar macht, wer ihnen finanziell unter die Arme greift. Weiterlesen… „„Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.““

In der Weihnachtsbäckerei ’25

Screenshot etsy.com

Airbus ist an der Produktion des Mehrzweckkampfflugzeuges Typhoon beteiligt, bei uns auch als Eurofighter bekannt. „Ein hochagiler Luftüberlegenheitsjäger“ (Wikipedia)

Auf Waffenmessen werden Kekse verteilt, damit Weihnachten auch schön kriegerisch genossen werden kann. Friede sei mit ihnen.

Wer Weihnachten und die Zeit bis dahin pervers verbringen möchte, der marschiert ins Internet auf Seiten wie panzerkeks.shop – da gibt es Ausstechformen für Artillerie, Jäger, Gebirgsjäger, Fallschirmjäger, Sanitätsdienst, bewaffnete Schülerlotsen (!), Heeresaufklärungstruppe, Pioniertruppe, Panzertruppe Leopard, Logistiktruppe, Luftwaffe, seegehende Marine…

Bei der Bundeswehr selbst Weiterlesen… „In der Weihnachtsbäckerei ’25“

Friedenspolitik in Bremen – Hartmut Drewes:
für eine Welt ohne Krieg und Gewalt

Entlang des Lebens von Hartmut Drewes haben sich Barbara Alms und Gerhard Schäfer gemeinsam mit Anderen die Mühe gemacht,  ein Bild der Friedensbewegung in Bremen über mehrere Jahrzehnte nachzuzeichnen.

Das Buch „Friedenspolitik in Bremen. Hartmut Drewes – Für eine Welt ohne Krieg und Gewalt“ nimmt den Tod von Hartmut Drewes zum Anlass für eine Bestandsaufnahme und kritische Reflexion der Bremer Friedenspolitik in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen und geopolitischer Verschiebungen.

Hartmut Drewes (1939–2025) gehört zu den herausragenden deutschen „Friedenspfarrern“ des 20./21. Jahrhunderts.

Politisch und theologisch ist Drewes „zur großen Familie der radikalen Pazifisten“ (Kurt Tucholsky) zu zählen. Er war mit dem 1983 gegründeten Bremer Friedensforum eng verbunden und blieb doch in allem friedenspolitischen Engagement zutiefst Theologe. Weiterlesen… „Friedenspolitik in Bremen – Hartmut Drewes:
für eine Welt ohne Krieg und Gewalt“

Gerichtsurteil im Fall Bentik:
Sozialstunden für bundeswehrkritisches Meme

Aufkleber, gefunden in der Bremer Innenstadt

Das Magazin perspektive-online.net berichtet: „Was als Schüler:innenprotest gegen einen Bundeswehrbesuch in Freiburg begann, endete vor Gericht: Weil er ein satirisches Meme veröffentlichte, wurde Bentik von der Internationalen Jugend nun zu 15 Sozialstunden verurteilt. Der Prozess macht deutlich, wie wenig Raum antimilitaristische Kritik an Schulen bleibt – und mit welchen Mitteln Staat und Bundeswehr dagegen vorgehen.“

Den ganzen Artikel finden sie hier: Link

„Haben sie denn so mächtige Feinde?“ (B.Brecht)
Wer nicht regierungskonform ist, wird sanktioniert

Foto von Jackson Simmer auf Unsplash

Die Entscheidung des EU-Rats für Auswärtige Angelegenheiten, weitere europäische Bürger, darunter den ehemaligen Schweizer Geheimdienstoffizier Jacques Baud, aufgrund angeblicher ‚Desinformationsaktivitäten‘ zu sanktionieren, ist ein schwerer Schlag gegen die Rechtsstaatlichkeit der EU. Wir kritisieren, dass solche Sanktionen ohne klare rechtliche Grundlage erlassen werden, um insbesondere unabhängige Stimmen wie Baud, einen renommierten Analysten des Ukrainekrieges, zum Schweigen zu bringen. Diese Politik bedroht die Freiheit von uns allen – Sanktionen gegen kritische Worte sind ein weiterer Schritt Richtung ‚Ende von Pressefreiheit und offener Diskussion‘ – so endet Demokratie.

Mehr dazu: Presseerklärung von Michael von der Schulenburg und Ruth Firmenich