Wir müssen wachsam sein!

Wir dokumentieren eine Leserbrief zum Thema ‚Aussenpolitik‘:

Unser Außenminister Wadephul hat sich in Kiew darüber beschwert, dass die Ukraine zu wenig Waffen kauft und dadurch unsere deutsche Kriegswirtschaft leidet. Er hat auch angeboten, dafür zu sorgen, dass junge Männer aus der Ukraine, die sich in Deutschland aufhalten, zurück in die Ukraine geschickt werden.

Nun leiden Russland und die Ukraine unter dem Krieg und viele Deutsche mit den Menschen, die den Krieg aushalten müssen. Wenn das so weitergeht, gibt es auch bei uns Krieg. Und genau die Standorte, an denen die meisten Waffen, Panzer und U-Boote hergestellt werden, sind die ersten Ziele; Bremen und Bremerhaven gehören dazu.

Noch nie hat ein gegenseitiges Hochrüsten zum Frieden geführt, sondern zum Krieg. Es sollte nicht Aufgabe des Außenministers sein, die heimische Kriegswirtschaft zu befördern, sondern diplomatische Gespräche mit dem Ziel zu führen, die Deutschen vor einem Krieg zu schützen, und die NATO zur Zurückhaltung zu ermahnen. Die praktische und psychologische Kriegsvorbereitung ist überall zu spüren. Inzwischen gibt es Fahrradhelme für Kinder, die wie Kriegshelme aussehen, in olivgrün. Reiner Zufall?

Wir müssen wachsam sein!

[Autorin der Redaktion bekannt]

Streik gegen drohende Wehrpflicht

Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit dem nächsten Schulstreik am 25.9., dass sie nicht bereit sind, zu töten und sich töten zu lassen. Die Bundeswehr ist allerdings nicht bereit, das zu akzeptieren. Obwohl nur wenige Hundert sich bei der ersten Abfrage für den Wehrdienst bereit erklärt haben, werden jetzt schon Tausend junge Menschen, die nicht zum Bund wollen, zur Musterung eingeladen. So ignoriert die Bundeswehr die Wünsche der jungen Menschen nach einer Zukunft, in der sie friedlich lernen und leben kann.

Wir vom Bremer Friedensforum, viele von uns sind erfahrene Antimilitaristinnen und Kriegsdienstverweigerer, rufen zur Unterstützung des Schulstreiks auf.

Screenshot: Interview mit Berater Peter Wührmann in „Die Norddeutsche“

Kontakt zur Kriegsdienst-Verweigerungs-Beratung:

beratung@bremerfriedensforum.de oder kdv-bremen@dfg-vk.de

 

NEIN zu Aufrüstung und Sozialabbau

„Zeitenwende“ auf allen Ebenen.

Das bedeutet: Massive Angriffe auf den Sozialstaat, Einsparungen bei Bildung und Gesundheit, Wohnen, Renten und Umweltschutz.

Das bedeutet: Schuldenmachen ohne Ende.

Und immer offensichtlicher wird, dass „Zeitenwende“ auch bedeutet, dass in Jahrzehnten erkämpfte Rechte der Beschäftigten jetzt nach dem Willen der Unternehmer rückgängig gemacht werden sollen.

Wir wehren uns gegen die Folgen der „Zeitenwende“. Wir sagen NEIN zu Aufrüstung und Sozialabbau. Wir sagen JA zu sozialer Gerechtigkeit und Frieden. Wir begrüßen alle Stellungnahmen aus Gewerkschaftskreisen, die den Kampf gegen Sozialabbau mit dem Kampf gegen Aufrüstung verbinden. Von daher freuen wir uns, dass die IG Metall Berlin zur Demo „Nie wieder Krieg“ am 3.Oktober in Berlin aufruft. Noch gibt es aus Bremen Busplätze nach Berlin. Anmeldung: wirfahrennachberlin2026@posteo.de

Zur Info hier ein link zu einem Beschluss der IG Metall Berlin: (Link)

 

1000e Paar Schuhe mahnen an die Ermordeten in Gaza

Die Palästinensische Gemeinde Bremen und Umgebung e. V. hatte am 5. September in einem großen Kreis auf dem Bremer Marktplatz über 2000 Paar Schuhe mit Bildern und erklärenden Texten aufgestellt.

Jedes Paar Schuhe ein Symbol für ihre ermordeten, verletzten, gequälten und gedemütigten Brüder und Schwestern in Palästina. Die Aktion dauerte einen ganzen Nachmittag bis in den frühen Abend hinein. Viele Menschen, darunter auch viele Touristen, gingen nachdenklich durch die Reihen und lasen die auf Schrifttafeln beschriebenen Schicksale der Opfer. Weiter lesen… „1000e Paar Schuhe mahnen an die Ermordeten in Gaza“

EU-Staaten und Kanada verbieten Importe aus illegalen israelischen Siedlungen

Was jahrelang als angeblich ‚antisemitische‘ Forderung der Bewegung BDS diffamiert wurde, setzt sich langsam international durch – die Erkenntnis, der israelischen Besatzungspolitik mit wirtschaftlichem Druck begegnen zu müssen: EU-Staaten und Kanada verbieten Importe aus illegalen israelischen Siedlungen.

(Quelle: Al Jazeera, 2026-09-10)