Rückblick: „Vaterlandsverrat oder Friedenstat? Deserteure“

Vor ein paar Tagen wurde in der Villa Ichon bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Bremer Friedensforums und der DFG/VK Bremen das Buch „Deserteure — Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht“ vorgestellt; der Autor Rolf Cantzen war zugegen.

Neben dem Autor saß Franz Nadler von Connection e. V. (Internationale Arbeit zu Kriegsdienstverweigerung und Desertion), der über die Arbeit seines Vereins berichtete.

Solange es Kriege gibt, haben sich Menschen dem Kriegsdienst entzogen. Cantzen zeichnet die Geschichte der Desertion nach: Er untersucht die Motive der Deserteure, ihre unterschiedlichen Wege und die Gefahren, denen sie sich aussetzten.

Angesichts der Proteste gegen die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht in der BRD ist dieses Buch als Unterstützung und Argumentationshilfe für Verweigerer außerordentlich begrüßenswert.

Dass die Buchvorstellung durch einen Bericht von Connection e. V. über konkrete Unterstützung von Deserteuren ergänzt wurde, machte die Veranstaltung zu einer gelungenen Veranstaltung. Weiterlesen… „Rückblick: „Vaterlandsverrat oder Friedenstat? Deserteure““

Schulstreik Bremen 12.5.2026 – die Bilder

„Ich hatte mehr TeilnehmerInnen erwartet, vielleicht haben die Abi – Prüfungen doch einige der ältern SchülerInnen abgehalten teilzunehmen??!

Ich fand den SchülerInnenstreik sehr gut: laut und kämpferisch. Wunderbar!!!

Alle Redebeiträge (ich habe nur die am Brill gehört) waren sehr gut – in ihnen wurde die Kriegsvorbereitung, die Aufrüstung und die Wiedereinführung der Wehrpflicht eindeutig abgelehnt. Gelder, die in die Rüstung gehen u.a. für Bildung, Jugenabarbeit, Klimaschutz gefordert.“ (Teilnehmerin)

Und hier die Bilder (Danke an die Fotografen und Fotografinnen, besonders Georg-Maia und Thorsten!): Weiterlesen… „Schulstreik Bremen 12.5.2026 – die Bilder“

Gerhard Schäfer: Sozialstaat versus Rüstungsstaat

Wir dokumentieren die Rede zur Emder Kundgebung am 29.4.2026

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

wir erleben in der jüngsten Zeit barbarische Kriege überall in der Welt: von der Ukraine über Gaza bis zum Iran. Über die anderen, z. T. nicht minder grausamen Kriege, etwa im Sudan oder im Jemen, wird kaum noch gesprochen. Hinzu treten die Wirtschafts- und Handelskriege – siehe die Zollpolitik der USA – als Ausdruck nackter imperialistischer Gewalt zwischen den Großmächten und ihrem Streben nach Einflusssphären im Kampf um seltene Rohstoffe und billige Arbeitskräfte.

Wir Friedensbewegten fordern ein Ende all dieser Kriege, plädieren für sofortige Waffenstillstände und Verhandlungen: Diplomatie statt Drohnen. Dass diesem Ziel eine an Extraprofiten orientierte Rüstungsindustrie und auf Kriegstüchtigkeit abonnierte Gruppe von Militärs und der politischen Eliten mit knallharten Interessen entgegensteht, wissen wir. Weiterlesen… „Gerhard Schäfer: Sozialstaat versus Rüstungsstaat“

Wadephuls Demut

Screenshot: AA

Wir dokumentieren einen Meinungsbeitrag von Bernd Fischer (Bremen):

Das Dogma vom Völkermord am europäischen Judentum als singuläres Menschheitsverbrechen ist ein hohes deutsches Gut, das mit Ausnahme der AfD – wir denken an Alexander Gauland und seinen „Vogelschiss“ – von allen im Bundestag vertretenen Parteien, von der Springerpresse und anderen Medienkonzernen, vom Zentralrat der Juden in Deutschland, von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG und vom Rest der sogenannten „Antideutschen“ mit Zähnen und Klauen verteidigt wird. Seit 2008 mit dem Begriff der „deutschen Staatsraison“ angereichert, dient es dazu, das militärpolitische Bündnis Deutschlands mit Israel ideologisch abzusichern und jede Kritik an der israelischen Kriegs- und Besatzungspolitik zu unterbinden.

Die Singularität wird mit dem Argument begründet, der „Holocaust“ genannte Völkermord sei der erste und bisher einzige Versuch gewesen, im Rahmen einer „industriell“ und bürokratisch organisierten Vernichtung ein ganzes Volk ausschließlich aufgrund seiner Herkunft auszulöschen. Weiterlesen… „Wadephuls Demut“