Der dritte Anlauf zur Weltmacht?

Motiv PK 2 (aus einer Serie von Karten, erhältlich beim Bremer Friedensforum)

Europa hat seine Militärausgaben im vergangenen Jahr um 12,6 Prozent gesteigert, Deutschland sogar um 18 Prozent; der globale Durchschnitt lag bei 2,5 Prozent. Auf Europa entfallen damit 21 Prozent aller Aufwendungen für die Streitkräfte weltweit. Auf Deutschland könnten, wenn Berlin den Wehretat 2029 auf 150 Milliarden Euro erhöht, fast sechs Prozent entfallen – die Bundesrepublik stellt ein Prozent der Weltbevölkerung.

Warum diese Wahnsinnsaufrüstung?

Warum will die Regierung Deutschland zur stärksten Militärmacht Europas machen?

Dass Aufrüstung zu mehr Frieden führt, ist geschichtlich und weltpolitisch betrachtet, eher die Ausnahme. Was Deutschland anbetrifft, haben sowohl die enorme Aufrüstung vor dem 1. Weltkrieg als auch die Aufrüstung vor dem 2. Weltkrieg nicht zum Frieden geführt, sondern die Voraussetzung zu zwei Weltkriegen geschaffen.

German foreign policy schreibt dazu am 5.3.26: (Link)

 

Erklärung der Bremerhavener Initiative
„Mut zum Frieden“

Wir dokumentieren eine Erklärung der Bremerhavener Initiative „Mut zum Frieden“ zur Militarisierung Bremerhavens:

Beschämendes Schauspiel im Wettkampf um Kriegsmilliarden.
Anbiederung mit gelben Schleifen.

Es ist beschämend, wenn Politiker und Presse den angekündigten Ausbau zum Marinehafen und die militärische Ertüchtigung des Hafens bejubeln. Nun also auch noch gelbe Schleifen für den Soldatenberuf.

Unsere Stadt hat in zwei Weltkriegen viel Tod und Leid erfahren. Die Bundeswehr ist allenfalls ein notwendiges Übel. Das Berufsbild des Soldaten ist kein besonders mit Schleifen zu ehrendes Berufsbild, schließlich muss ein Soldat bereit sein, einen ihm völlig unbekannten Menschen auf Befehl zu töten.

In der Marineoperationsschule in Bremerhaven lernen Marinesoldaten Taktiken der Seekriegsführung, also auch die Kunst des Schiffeversenkens, letztlich organisiertes Ertrinken im Meer. Weiterlesen… „Erklärung der Bremerhavener Initiative
„Mut zum Frieden““

Schulstreik gegen Wehrpflicht
und Militarisierung

Jung …
… und Erfahren: alle zieh’n an einem Strang

 

Nach der Schulstreik-Demo Anfang Dezember gingen nun die Schüler und Schülerinnen auch in Bremen zum zweiten Mal auf die Straße, um zu demonstrieren, dass sie auf die Wehrpflicht keinen Bock haben.

Die Forderungen beschränkten sich nicht allein auf die Absage an den Kriegsdienst. Viele Jugendliche stellten die angekündigte Wehrpflicht in den Zusammenhang mit der allgemeinen Militarisierung der Gesellschaft und der Kriegsvorbereitung.

Während bei Bildung und Ausbildung gespart wird, die bundesdeutschen Schulen immer desolater werden, während die Freizeitangebote für junge Menschen immer mehr zusammengestrichen werden, gibt es Geld für Kriegsvorbereitung in Milliardenhöhe.

„Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft“ war eine oft skandierte Losung. Unterstützung bekamen die Jugendlichen von älteren Semestern, die dagegen protestierten, dass ihre Kinder und Enkel in Kriegen verheizt werden sollen.

Hier der Link zum B&B – Bericht (LINK)

Der nächste Schulstreik ist für den 8. Mai angekündigt.

Der 8. Mai ist der Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus. Ein gutes Datum, um zu demonstrieren: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Mehr Bilder von der Demo hier: Weiterlesen… „Schulstreik gegen Wehrpflicht
und Militarisierung“