Gastkommentar von Barbara Heller, zuerst veröffentlicht auf Bremen – so gesehen (Link) – dort finden sich auch zahlreiche interessante Kommentare zu dem Text.
„Wahrlich, wir leben in kriegerischen Zeiten, so könnte man den Anfang des berühmten Gedichtes „An die Nachgeborenen“ von Bertolt Brecht („Wahrlich, ich lebe in finsteren Zeiten“) konkretisieren.
Weltweit steigt die Zahl bewaffneter Konflikte. Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es nie so viele Länder, die in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt waren, wie in den letzten Jahren. Die Militärausgaben weltweit sind so hoch wie nie zuvor. Für das Töten und Sterben wurden zuletzt 2,72 Billionen Dollar in einem Jahr ausgegeben. Ein Bruchteil dieser Summe würde ausreichen, um den Hunger in der Welt zu beseitigen. Alle 4 Sekunden stirbt ein Mensch an Hunger, 673 Millionen haben nicht genug zu essen. Kriege zerstören die Lebensgrundlagen der Menschen, beschleunigen die Umweltzerstörung. Wer Mensch und Natur retten will, muss sich zuallererst für Frieden einsetzen. Wer es ernst meint mit Menschenrecht und Menschenwürde, muss alle Kriege verurteilen. Weiterlesen… „Ostermarsch? Wichtiger denn je!“

Angesichts der Eskalation der Kriege in Westasien geraten andere bedrohliche Entwicklungen in den Hintergrund. Die Debatte über die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik ist weitgehend verstummt. Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen“ fordert auf, mit der folgenden Abstimmung die Mittelstreckenraketen wieder zum öffentlichen Thema zu machen. Wir veröffentlichen dazu einen Aufruf der IPPNW: