Bremens Flugplatz pleite –
200 Mio für Militärinfrastruktur kein Problem?

Foto: Carsten Steger

200 Millionen Euro aus dem Bremer Haushalt für die „militärische Ertüchtigung“ des Bremer Flughafens, zusammen mit 160 Millionen aus dem 1,35‑Milliarden-Aufrüstungstopf der Bundesregierung. Der Bremer Haushalt ist notorisch klamm. Woher sollen da die 200 Millionen kommen? Täglich sind wir konfrontiert mit den Folgen der Kürzungen im sozialen Bereich. Sei es Gesundheit, Bildung, Wohnungsbau, sei es Klimaschutz – überall werden die öffentlichen Mittel gekürzt. Diese Politik schafft keine Sicherheit. Weder militärisch noch zivil. Weiterer Sozialabbau stellt die Grundbedingungen des Zusammenlebens infrage. Immer mehr Menschen werden dadurch verunsichert. Die Folgen davon sehen wir u. a. in der Rechtsentwicklung in diesem Land.

Im WK heißt es zur Militarisierung des Flughafens: Weiter lesen… „Bremens Flugplatz pleite –
200 Mio für Militärinfrastruktur kein Problem?“

Buchtipp für den Frieden: Warum ich niemals…

Wir dokumentieren die Buchempfehlung einer unserer Leserinnen, die an den Sozialverband Deutschland (SoVD) geschrieben hat.

Liebe [SoVD – ]Redaktion,

auf Seite 18 Unterhaltung [ihrer Mitgliederzeitschrift] wird das Buch „Wofür ich immer kämpfen würde“ von Simon Engel vorgestellt .

Ich möchte dieses Buch nicht gewinnen!

Mein Buchtipp für Sie ist „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde“ von Ole Nymoen [(Link)], einem Spiegel Bestseller-Autor. Ein starkes Plädoyer gegen den Kriegseinsatz.

Dies schreibe ich Ihnen als Tochter eines Vaters, der 1942 nach Russland musste und mit einer 100igen Behinderung ein total verändertes Leben ertragen und meistern musste – und wir als Familie mit ihm.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula Sundmacher

[PS: Falls es jemanden interessiert: Die Buchwerbung der SoVD findet sich hier (Link) – vielleicht möchte es ja jemand Frau Sundmacher nachmachen und dem SoVD dazu schreiben: info@sovd-hh.de (Redaktion BFF).]

„Diese verfluchten Kriege …“ – Antikriegstag auf dem Bremer Marktplatz

Das Bremer Friedensforum im Bündnis mit vielen weiteren Initiativen und Organisationen hatte am 1. September zum traditionellen Antikriegstag auf dem Bremer Marktplatz aufgerufen. Etwa 300 Menschen waren gekommen, um ein Zeichen gegen die nicht endenwollenden Kriege in der Welt zu setzen.

Es sprachen:

  • Ulrike Eifler (IG-Metall Würzburg)
  • Linus und Henry (Internationaler Jugendverband Bremen)
  • Ebubekir Kilinc (Palästinensische Gemeinde Bremen)
  • Wilfried Meyer (GEW Bremen)
  • Es moderierten: Barbara Heller und Conny Barth (Bremer Friedensforum)
  • Es spielte: das Rote Krokodil

Die Veranstaltung wurde wieder von den unermüdlichen Marlies und Sönke Hundt dokumentiert – auf weltnetz.tv nachzuschauen hier (Link) – Herzlichen Dank dafür!

Geheimdienst-Reform: Jurist Rolf Gössner warnt vor einer „Lizenz zu Einbruch und Sabotage“

In der Wochenzeitschrift Der Freitag ordnet der Jurist Rolf Gössner die geplante „Geheimdienst-Reform“ ein:

„Bis Ende des Jahres soll der Bundestag eine Reform der Nachrichtendienste beschließen. Bundesverfassungsschutz und BND sollen zu „echten Geheimdiensten“ werden. Der 700-seitige Gesetzentwurf der Bundesregierung zeigt, was der Republik droht.

Gleich vorweg: Hier ist keine rechtsstaatliche Zähmung der Nachrichtendienste geplant, wie sie eigentlich dringend nötig wäre. Sondern eine hochproblematische Entgrenzung der Nachrichtendienste, verbunden mit einem veritablen Tabubruch. Das Bundesinnenministerium schreibt voller Stolz von der „umfangreichsten und grundlegendsten Überarbeitung der gesetzlichen Grundlagen von Bundesnachrichtendienst und Bundesamt für Verfassungsschutz in der bundesdeutschen Geschichte“. Weiter lesen… „Geheimdienst-Reform: Jurist Rolf Gössner warnt vor einer „Lizenz zu Einbruch und Sabotage““

Rückblick: Vortrag „Wasserkriege“

Foto: privat

Im Rahmen der Bremer Wasserwochen 2026 hat das Bremer Friedensforum – AG Militär und Umwelt – Pablo Flock von der IMI – Informationsstelle Militarisierung e.V. Thüringen eingeladen.

Er sprach zu dem Thema: „Wasserkriege: Wo der Klimawandel heute schon Konflikte befeuert.“

Hier geht es zur Audioaufnahme: