Ingeborg Kramer gestorben

Inheborg Kramer (Foto: privat)

Bremer Friedensfreundinnen und Friedensfreunde trauern um Ingeborg Kramer.

Am 8.4.26 verstarb Ingeborg Kramer im Alter von 92 Jahren.

Mit ihr ging eine unermüdliche Kämpferin für Frieden und Gerechtigkeit.

Sie war Mitbegründerin des Bremer Friedensforums und Mitinitiatorin der Mahnwache für Frieden, Abrüstung und Bewahrung der Schöpfung, die seit Anfang der 80er Jahre jeden Donnerstag auf dem Bremer Marktplatz stattfindet. Sie unterstützte die Mahnwache für einen gerechten Frieden in Nahost, die jeden Samstagmittag vor dem Dom stattfindet. Jahrzehntelang organisierte sie gemeinsam mit anderen Frauen den Vietnam-Basar, ein beispielhaftes Engagement für Internationale Solidarität in Wort und Tat.

Mehr als 40 Jahre lang war Ingeborg Kramer Ideengeberin und Organisatorin vieler Friedensaktivitäten in Bremen. Ein besonderes Anliegen war ihr, dass sich ihre Kirche, die Evangelische Kirche klar und deutlich und entschieden für Frieden einsetzt.

In ihrer freundlichen Art mahnte sie: Nicht aufgeben! Das ist das Wichtigste! Frieden!

Das Bremer Friedensforum – endlich als „Büttel Russlands“ entlarvt

BüttelIn der Taz vom 04.04.2024 wurden die Leserinnen und Leser von einem Adolf Claussen, ehemaliger Richter und Direktor des Bremer Arbeitsgerichts, vor dem Bremer Friedensforum gewarnt, weil es versäumt haben soll, mit der Parole „Russen raus aus der Ukraine“ zum Ostermarsch zu mobilisieren.

Auf eine solche Forderung haben wir jedoch bewusst verzichtet, wohl wissend, dass die von den USA in der Ukraine installierten Regierungen seit 2014 das Ziel verfolgen, dem russischsprachigen Drittel der ukrainischen Bevölkerung die ethnische Identität gewaltsam auszutreiben oder sie mithilfe ihrer Nato-finanzierten Armee aus dem Land zu jagen, beides mit Unterstützung der faschistoid-nationalistischen Asow-Brigaden und anderer vom Westen gesponserter Vereine und Parteien.

Zum Bremer Ostermarsch haben wir stattdessen einen „sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine und in Gaza“, den „Stopp aller Waffenlieferungen an kriegführende Staaten“, die „Einhaltung des humanitären Völkerrechts“ und „100 Milliarden für Gesundheit, Bildung, Wohnen und Renten“ gefordert.

Was uns daran als „Büttel Russlands“, mithin als Landesverräter, qualifiziert, kann uns Herr Claussen gerne persönlich erklären. Zum nächsten Plenum am 02. Mai 2024 laden wir ihn herzlich ein.