Internationaler Bremer Friedenspreis der Stiftung die schwelle


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Der Internationale Bremer Friedenspreis der Stiftung die schwelle geht in diesem Jahr an einen Kulturarbeiter aus dem Libanon und sein Team sowie an eine Initiative aus Niger und Deutschland und ihren Einsatz gegen eine kolonial geprägte Bildungspolitik in dem westafrikanischen Land. Die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 8. Mai, ab 18 Uhr, im Bremer Rathaus verliehen. Der Eintritt ist frei.

„Gerade in einer Zeit voller Kriege und Konflikte zeigen unsere Preisträger, dass Kultur Türen hin zu einem friedlicheren Miteinander eröffnet”, sagt Anette Klasing, Vorsitzende der Bremer Stiftung die schwelle, die den Preis seit 2003 alle zwei Jahre verlieht. ”Beide Preisträger verbindet außerdem ein beeindruckender Einsatz für Kinder und Jugendliche, der auf einem klaren Nein zu Ausgrenzung basiert. Denn die ist der Nährboden für Wut, Konflikte, Radikalisierung und Gewalt.“

Mit dem Preis für wegweisende Friedensarbeit wird in diesem Jahr Mahdi Yahya und sein Projekt Peace of Art im Libanon ausgezeichnet. Mit Musik und künstlerischen Projekten schafft er Räume für Dialog, Begegnung und gewaltfreie Konfliktbearbeitung über soziale und religiöse Grenzen hinweg – und all dies unter sehr schwierigen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen. “Diese Anerkennung bedeutet uns mehr, als Worte ausdrücken können”, sagt Yahya. „Dass unsere Arbeit für Frieden und Würde auf diese Weise gewürdigt wird, ist eine tiefgehende Ehre – nicht nur für mich persönlich, sondern für alle Künstlerinnen und Künstler, Jugendlichen, Kinder und Gemeinschaften, die Teil von Peace of Art sind. Wir sehen diese Auszeichnung als kraftvolle Bestätigung, dass unsere Friedensarbeit echte und dauerhafte Veränderungen bewirken kann.“

Den Preis für ermutigende Initiativen erhält der Verein „Mate ni kani“ aus Deutschland und Niger – einem Land, in dem eine problematische Lücke zwischen der seit Kolonialzeiten gelehrten Schulsprache Französisch und der Muttersprache vieler Kinder klafft. Der Verein, der seinen deutschen Sitz in Bremen hat. veröffentlicht emanzipatorische Kinder- und Jugendbücher für den muttersprachlichen Unterricht in Niger und unterstützt Fraueninitiativen beim Aufbau eigener wirtschaftlicher Perspektiven. „Dass Mate ni kani ausgezeichnet wird, ist kein Zufall, sondern der Lohn für eine kolossale und unschätzbare Arbeit über mehr als 15 Jahre hinweg und die Ermutigung zu einer soliden und dauerhaften Zusammenarbeit zwischen unseren Völkern“, sagt der Verleger Bako Malam Abdou aus der nigrischen Hauptstadt Niamey, der in Zusammenarbeit mit dem Verein mittlerweile 56 Bücher herausgebracht hat. „Es ist immer berührend, wenn bereits in der Grundschule Kinder selbstbewusst den Unterricht mitgestalten, statt mechanisch in einer fremden Sprache etwas nachplappern, dessen Sinn sie selten verstehen“, ergänzt Manfred Weule, 1. Vorsitzender des Vereins. „Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung gehören zusammen und beginnen im Kleinen.“

Das musikalische Rahmenprogramm gestalten Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Ost sowie der Gitarrist Aladdin Haddad.

Weitere Informatione unter https://www.dieschwelle.de/friedenspreis-2026

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