Verwaltungsgericht Köln
lehnt Antrag der Jüdischen Stimme ab

Wir dokumentieren eine Erklärung des Vereins „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.“

„Es ist schon bemerkenswert, wie sehr der Staat darauf beharrt, eine jüdische Organisation derart zu verfolgen. Während die AfD nicht als gesichert extremistisch bezeichnet werden darf (und sich ihre Prüfung über viele Jahre zog), müssen wir als Jüd:innen weiterhin gegen diese Verfolgung ankämpfen – das zeigt noch einmal sehr deutlich wo die staatlichen Interessen liegen. Die Repressionen reihen sich ein in jahrelange Schikanen, bei denen uns mehrmals das Konto rechtswidrig gekündigt wurde. In dem verzweifelten staatlichen Versuch, die gesamte palästinasolidarische Bewegung als antisemitisch zu brandmarken und die deutsche Unterstützung von Israels Verbrechen zu rechtfertigen, ist die bloße Existenz der Jüdischen Stimme ein Dorn im Auge der Staatsräson. Währenddessen geht der Völkermord in Palästina und nun auch im Libanon weiter – mit deutschen Waffen“, so Tair Borchardt, Vorstandsmitglied der Jüdischen Stimme.

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lehnt Antrag der Jüdischen Stimme ab“

Rückblick: „Vaterlandsverrat oder Friedenstat? Deserteure“

Vor ein paar Tagen wurde in der Villa Ichon bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Bremer Friedensforums und der DFG/VK Bremen das Buch „Deserteure — Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht“ vorgestellt; der Autor Rolf Cantzen war zugegen.

Neben dem Autor saß Franz Nadler von Connection e. V. (Internationale Arbeit zu Kriegsdienstverweigerung und Desertion), der über die Arbeit seines Vereins berichtete.

Solange es Kriege gibt, haben sich Menschen dem Kriegsdienst entzogen. Cantzen zeichnet die Geschichte der Desertion nach: Er untersucht die Motive der Deserteure, ihre unterschiedlichen Wege und die Gefahren, denen sie sich aussetzten.

Angesichts der Proteste gegen die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht in der BRD ist dieses Buch als Unterstützung und Argumentationshilfe für Verweigerer außerordentlich begrüßenswert.

Dass die Buchvorstellung durch einen Bericht von Connection e. V. über konkrete Unterstützung von Deserteuren ergänzt wurde, machte die Veranstaltung zu einer gelungenen Veranstaltung. Weiterlesen… „Rückblick: „Vaterlandsverrat oder Friedenstat? Deserteure““

Schulstreik Bremen 12.5.2026 – die Bilder

„Ich hatte mehr TeilnehmerInnen erwartet, vielleicht haben die Abi – Prüfungen doch einige der ältern SchülerInnen abgehalten teilzunehmen??!

Ich fand den SchülerInnenstreik sehr gut: laut und kämpferisch. Wunderbar!!!

Alle Redebeiträge (ich habe nur die am Brill gehört) waren sehr gut – in ihnen wurde die Kriegsvorbereitung, die Aufrüstung und die Wiedereinführung der Wehrpflicht eindeutig abgelehnt. Gelder, die in die Rüstung gehen u.a. für Bildung, Jugenabarbeit, Klimaschutz gefordert.“ (Teilnehmerin)

Und hier die Bilder (Danke an die Fotografen und Fotografinnen, besonders Georg-Maia und Thorsten!): Weiterlesen… „Schulstreik Bremen 12.5.2026 – die Bilder“

Emden gegen Kriegstüchtigkeit

Wir veröffentlichen hier die eindrucksvolle Rede von Bert Gedenk, der als Pastor in Emden noch viele Menschen kennen gelernt hatte, die ihm von den Zerstörungen Emdens im 2. Weltkrieg berichtet hatten. Die Bombardierungen der kriegstüchtigen deutschen Hafenstadt hatten Emden in eine Wüste verwandelt, die an die Bilder von Hiroshima erinnerte.

Mehr als 800 Akteure und Lobbyisten der maritimen Wirtschaft hatten sich in Emden versammelt und wollten über Wettbewerbsfähigkeit, globalen Handel und gute Geschäfte reden. Aber es ging auch um massive Aufrüstung. Bundeskanzler Merz und zahlreiche Bundes-, Landes- und Lokalpolitiker sprachen der Militarisierung der Hafenwirtschaft das Wort.

Die vom maritimen Koordinator der Bundesregierung angekündigten 100 000 neuen Arbeitsplätze, dürfte es, wenn überhaupt, einzig und allein im Marineschiffbau geben.

Gegen das Kriegstüchtigmachen der Seehäfen protestierten mehrere hundert Menschen im Zentrum von Emden und anschließend mit einer Demo in die Nähe der Nordseehalle, wo die NMK stattfand. 

Hier die Rede von Pastor Bert Gedenk: Weiterlesen… „Emden gegen Kriegstüchtigkeit“

Gerhard Schäfer: Sozialstaat versus Rüstungsstaat

Wir dokumentieren die Rede zur Emder Kundgebung am 29.4.2026

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

wir erleben in der jüngsten Zeit barbarische Kriege überall in der Welt: von der Ukraine über Gaza bis zum Iran. Über die anderen, z. T. nicht minder grausamen Kriege, etwa im Sudan oder im Jemen, wird kaum noch gesprochen. Hinzu treten die Wirtschafts- und Handelskriege – siehe die Zollpolitik der USA – als Ausdruck nackter imperialistischer Gewalt zwischen den Großmächten und ihrem Streben nach Einflusssphären im Kampf um seltene Rohstoffe und billige Arbeitskräfte.

Wir Friedensbewegten fordern ein Ende all dieser Kriege, plädieren für sofortige Waffenstillstände und Verhandlungen: Diplomatie statt Drohnen. Dass diesem Ziel eine an Extraprofiten orientierte Rüstungsindustrie und auf Kriegstüchtigkeit abonnierte Gruppe von Militärs und der politischen Eliten mit knallharten Interessen entgegensteht, wissen wir. Weiterlesen… „Gerhard Schäfer: Sozialstaat versus Rüstungsstaat“