Emden gegen Kriegstüchtigkeit

Wir veröffentlichen hier die eindrucksvolle Rede von Bert Gedenk, der als Pastor in Emden noch viele Menschen kennen gelernt hatte, die ihm von den Zerstörungen Emdens im 2. Weltkrieg berichtet hatten. Die Bombardierungen der kriegstüchtigen deutschen Hafenstadt hatten Emden in eine Wüste verwandelt, die an die Bilder von Hiroshima erinnerte.

Mehr als 800 Akteure und Lobbyisten der maritimen Wirtschaft hatten sich in Emden versammelt und wollten über Wettbewerbsfähigkeit, globalen Handel und gute Geschäfte reden. Aber es ging auch um massive Aufrüstung. Bundeskanzler Merz und zahlreiche Bundes-, Landes- und Lokalpolitiker sprachen der Militarisierung der Hafenwirtschaft das Wort.

Die vom maritimen Koordinator der Bundesregierung angekündigten 100 000 neuen Arbeitsplätze, dürfte es, wenn überhaupt, einzig und allein im Marineschiffbau geben.

Gegen das Kriegstüchtigmachen der Seehäfen protestierten mehrere hundert Menschen im Zentrum von Emden und anschließend mit einer Demo in die Nähe der Nordseehalle, wo die NMK stattfand. 

Hier die Rede von Pastor Bert Gedenk: Weiterlesen… „Emden gegen Kriegstüchtigkeit“

Gerhard Schäfer: Sozialstaat versus Rüstungsstaat

Wir dokumentieren die Rede zur Emder Kundgebung am 29.4.2026

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

wir erleben in der jüngsten Zeit barbarische Kriege überall in der Welt: von der Ukraine über Gaza bis zum Iran. Über die anderen, z. T. nicht minder grausamen Kriege, etwa im Sudan oder im Jemen, wird kaum noch gesprochen. Hinzu treten die Wirtschafts- und Handelskriege – siehe die Zollpolitik der USA – als Ausdruck nackter imperialistischer Gewalt zwischen den Großmächten und ihrem Streben nach Einflusssphären im Kampf um seltene Rohstoffe und billige Arbeitskräfte.

Wir Friedensbewegten fordern ein Ende all dieser Kriege, plädieren für sofortige Waffenstillstände und Verhandlungen: Diplomatie statt Drohnen. Dass diesem Ziel eine an Extraprofiten orientierte Rüstungsindustrie und auf Kriegstüchtigkeit abonnierte Gruppe von Militärs und der politischen Eliten mit knallharten Interessen entgegensteht, wissen wir. Weiterlesen… „Gerhard Schäfer: Sozialstaat versus Rüstungsstaat“

Wadephuls Demut

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Wir dokumentieren einen Meinungsbeitrag von Bernd Fischer (Bremen):

Das Dogma vom Völkermord am europäischen Judentum als singuläres Menschheitsverbrechen ist ein hohes deutsches Gut, das mit Ausnahme der AfD – wir denken an Alexander Gauland und seinen „Vogelschiss“ – von allen im Bundestag vertretenen Parteien, von der Springerpresse und anderen Medienkonzernen, vom Zentralrat der Juden in Deutschland, von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG und vom Rest der sogenannten „Antideutschen“ mit Zähnen und Klauen verteidigt wird. Seit 2008 mit dem Begriff der „deutschen Staatsraison“ angereichert, dient es dazu, das militärpolitische Bündnis Deutschlands mit Israel ideologisch abzusichern und jede Kritik an der israelischen Kriegs- und Besatzungspolitik zu unterbinden.

Die Singularität wird mit dem Argument begründet, der „Holocaust“ genannte Völkermord sei der erste und bisher einzige Versuch gewesen, im Rahmen einer „industriell“ und bürokratisch organisierten Vernichtung ein ganzes Volk ausschließlich aufgrund seiner Herkunft auszulöschen. Weiterlesen… „Wadephuls Demut“