Jürgen Todenhöfer (1972-1990 Bundestagsabgeordneter der CDU)
Aus seinem beachtlichen Kommentar in der FAZ vom 13. Juli 2024
Es gibt keine anständigen Kriege. Das scheint weitgehend in Vergessenheit geraten zu sein… Der Kampf gegen Kriege und für diplomatische Langfriststrategien wird … jeden Tag schwerer…
Antikriegstag 2024: Aufruf zu gemeinsamen Aktionen der Gewerkschafts- und Friedensbewegung
Von Anne Rieger, Graz
„Wir wollen ohne Waffen und Atombomben auskommen“, rief Waldemar Reuter vom DGB den 5.000 Jugendlichen zu, die am 1. September 1957 in Frankfurt am Main gegen die Wehrpflicht und Kriege Weiterlesen… „Stoppen wir den Krieg!“
Woche für Woche organisiert die Palästinensische Gemeinde von Bremen und Umgebung e.V. die Free-Gaza-Kundgebung. Der Protest, die Wut und die Trauer hören nicht auf. Der Vernichtungskrieg Israels gegen das palästinensische Volk hat immer noch nicht – trotz der Proteste in aller Welt – zu einem Waffenstillstand geführt. Johannes Waehneldt, Mitglied in der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft (DPG) ging in seiner Rede vor allem auf die Ereignisse am 7. Oktober 2023 und auf ihre mediale Interpretation ein.
Das Manuskript der Rede hier zum Download. https://bremerfriedensforum.de/wp-content/uploads/2024/07/rede-johannes.pdf
Ute Rippel-Lau, Vorstandsmitglied, IPPNW Deutschland
Inga Blum, IPPNW-Projekt zu Atomwaffentests
Film I: „How Far From Ground Zero“
In großer Eindringlichkeit zeigt der Film die Auswirkungen von Atomtestprogrammen weltweit auf die indigene Bevölkerung, Veteranen und Zivilpersonen. Opfer berichten auf erschütternde Weise über ihre Schicksale und die erlittenen Schäden. Besonders herausgestellt werden die menschen- und umweltverachtenden Atomwaffentests im pazifischen Raum, speziell den Marschall-Inseln. Interviews geben den Opfern Gesicht und Stimme.
USA, 2022, Regie: Brian Cowden, Produktion: LABRATS, 30 Min., Englisch
Film II: „Toxic NATO – Srđan Aleksić’s Long Way to Justice“
Der Film zeigt Folgen und Opfer des Einsatzes von Uranmunition durch die NATO im Jugoslawien-Krieg 1999. Der Schwerpunkt liegt auf Südserbien, wo der Anwalt Srdan Aleksic lebt und arbeitet, der selbst Familienangehörige verloren hat. Mit hohem, bewundernswertem Engagement kämpft Aleksic mit Mitteln des Rechts für die Entschädigung von Opfern der DU-Munition.
Deutschland, 2023, Regie und Produktion: Moritz Enders, 26 Min., Serbisch/Englisch, mit deutschen Untertiteln
Hintergrund
Am 6. August 1945 setzten US- amerikanische Bomber erstmals in der Geschichte Atomwaffen ein und zerstörten Hiroshima. Am 9. August erfolgte die Zerstörung Nagasakis. Die Atombombenexplosionen töteten mehr als 100 000 Menschen sofort, fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An den Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130 000 Menschen. Bis heute leiden Menschen an den Folgen der Atombombenabwürfe.
Umweltzerstörung durch Uran- und Atomwaffen
Kriege und Militäraktionen gehen einher mit Umweltzerstörung. Das trifft in besonderer Weise auf den Einsatz von Atom- und Uranwaffen zu. Unterschiedlichen Waffenkategorien zugehörig, wirken und töten diese Waffen unterschiedslos und führen zu schweren, lang anhaltenden Umwelt- und Gesundheitsschäden, obgleich das direkte Zerstörungspotential von Atomwaffen und Uranmunition kaum vergleichbar ist.
Wie jedes Jahr ruft das Bremer Friedensforum am nächsten Tag (Dienstag. 6.8.2024) ab 12.00 Uhr auf dem Bremer Marktplatz zu einer Kundgebung auf
Mit Blumen wird das peace-Zeichen gelegt. Während der Kundgebung wird der Opfer von Hiroshima und Nagasaki gedacht. Als Gast wird Angelika Claußen von IPPNW – Internationale Ärzte und Ärztinnen gegen den Atomkrieg – sprechen. Angesichts eskalierender Auseinandersetzungen zwischen Russland auf der einen Seite und der Ukraine und der NATO auf der anderen Seite, wächst die Gefahr eines Atomkrieges. Die Forderungen der Friedensbewegung, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen muss, sind daher drängender denn je.