Am 24.6. von 10.00 – 15.30 Uhr veranstaltet Rheinmetall am Brüggeweg 54 in Bremen einen „Karrieretag“.
Wir meinen, es macht einen Unterschied, ob Du Straßenbahnen baust oder Panzer!
Am 24.6. starten wir nach einer Auftaktkundgebung um 10.00 Uhr am Marktplatz zum Brüggeweg 54, 28309 Bremen. Wir haben eine Fahrraddemo angemeldet. Man kommt aber auch mit anderen Verkehrsmittel zum Brüggeweg.
Wir dokumentieren eine weitere Rede zum Veteranentag 2025, gehalten zum 15.6.2025 in Bremen anlässlich einer Kundgebung des Bremer Friedensforums zum Thema „Veteranen“:
Der Veteranentag, welch ein Hohn, welch eine Schande, wird in unserer Bürgerschaft gefeiert. Deshalb möchte ich etwas über den Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann erzählen. Wenn er noch lebte, hätte er mit Freuden gern selbst eine aufrüttelnde Rede gehalten. Ich versuche heute, Ludwig eine Stimme zu geben.
Anfang 1980 gründete Ludwig Baumann mit 37 anderen Deserteuren die „Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz“, deren 1. Vorsitzender er war.
Heute führen wir die Bundesvereinigung mit Günter Knebel als Schriftführer, einer 2. Vorsitzenden und 2 Beisitzern und dem wissenschaftlichen Beirat nach besten Kräften weiter, wobei Günter Knebel den größten Anteil hat.
Ludwig Baumann verstarb am 5. Juli 2018 im Alter von fast 97 Jahren. Er war der letzte noch lebende und bekannte Wehrmachtsdeserteur.
Wir dokumentieren eine Rede zum Veteranentag 2025, vorbereitet zum 15.6.2025 in Bremen anlässlich einer Kundgebung des Bremer Friedensforums zum Thema „Veteranen“:
Friedensfreundinnen und Freunde, bei der Bundeswehr hieße es: Stillgestanden, Augen geradeaus, rührt euch.
Ich habe euch eine dienstliche Mitteilung zu machen – Ohren frei zum Gefecht.
Auf der Werbung für diesen Tag ist ein Beinamputierter zu sehen.
Da frage ich – was wollte er denn jetzt feiern? Wenn er in Afghanistan war, was wollte er da und wofür hat er sein Bein geopfert? Ist er so dumm?Weiterlesen… „Reden zum Veteranentag 2025 (I)“
Am Sonntag, den 15. Juni fand der erste „Nationale Veteranentag“ in der Bundesrepublik statt. In Bremen wurde dafür die Bürgerschaft zur Verfügung gestellt. Die Bundeswehr und Rheinmetall begrüßten diesen Tag überschwängliche.
Die Bremer Presse bewarb das Event eifrig. Gehören doch zur „Zeitenwende“ und „Kriegstüchtigkeit“ nicht nur die Anschaffung aller Arten von Kriegswaffen und eine kriegsfähige Infrastruktur an Brücken und Straßen und Krankenhäusern, sondern auch die Soldaten, die bereit sind, in den Krieg zu ziehen, und ihre Familien, die bereit sind, das tödliche Spiel mitzutragen.
Zum Glück hält sich die Begeisterung für das Werben fürs Sterben und Töten noch in Grenzen. 70 BesucherInnen meldete buten&binnen in seinem Beitrag, und das trotz des – wie von Besuchern berichtet wurde – leckeren Buffets.
Verschiedene antimilitaristische Aktionen zeigten aber auch, dass die Militarisierung der Gesellschaft nicht unwidersprochen bleibt. Das Bremer Friedensforum führte eine Kundgebung durch, die aber wegen des schlechten Wetters und des geringen Publikums schon vorzeitig beendet wurde. An einer kleinen, spontanen Demo beteiligten sich laut Polizeiangaben 60 Personen.
Für das Manifest mit dem Titel „Friedenssicherung in Europa durch Verteidigungsfähigkeit, Rüstungskontrolle und Verständigung“ müssen die Friedenskreise in der SPD gerade ordentlich Prügel einstecken, obwohl sie bemüht sind, die deutschen Kriegstreiber nicht beim Namen zu nennen, sondern von „Kräften“ sprechen, die sich „In Deutschland und in den meisten europäischen Staaten“ durchgesetzt haben und „die Zukunft vor allem in einer militärischen Konfrontationsstrategie und hunderten von Milliarden Euro für Aufrüstung suchen.“ Das tut natürlich weh. Insbesondere denen, die wie Markus Peters vom Weserkurier nur drei Argumente kennen, die sich aber – so geht Journalismus – unendlich variieren lassen: 1. Putin, 2. Putin und 3. Putin. Weiterlesen… „Das Manifest der SPD“