Frieden schaffen ohne Waffen, als Sozialisten??? Eine Polemik

Ein Meinungsbeitrag
von Joachim Streicher

Ist es nicht so? Wir alle wünschen uns ein Leben ohne Gewalt und Krieg! Und doch, diese beiden Plagen aus der Büchse der Pandora erweisen sich als hartnäckig und schwer ausrottbar.

Wurde im Altertum das Wirken der Götter als Ursache für Krieg und Unglück angesehen oder später im Christentum als Strafe Gottes für menschliche Unbotmäßigkeit, verbreiteten sich mit der Aufklärung und spätestens seit der französischen Revolution andere Sichtweisen.

Krieg ist der bürgerlichen Klasse die Fortsetzung der Diplomatie zur Durchsetzung von Machtinteressen. „Aux armes, citoyens! formez vos bataillons, marchons, marchons!…“ In diesen Zeilen der Marseillaise wird der Krieg als notwendiger Akt zur Befreiung von feudaler Tyrannei beschworen. Weiterlesen… „Frieden schaffen ohne Waffen, als Sozialisten??? Eine Polemik“

Gezielte Tötung der Journalistin Amal Khalil: Reporter ohne Grenzen (RSF) prangert Kriegsverbrechen an

Tragisch passend dazu: Am kommenden Sonntag startet die Aktionswoche „Pressefreiheit im Schatten der Staatsräson“, die auch das BFF aktiv unterstützt.

Hier die vollständige Presserklärung (Link)

„Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt aufs Schärfste die gezielte Tötung der libanesischen Journalistin Amal Khalil. Sie wurde am 22. April 2026 nach israelischen Luftangriffen auf das Gebäude, in dem sie im Südlibanon Zuflucht gesucht hatte, tot aufgefunden. Ihre Kollegin Zeinab Faraj wurde bei den Angriffen schwer verletzt. RSF hatte dringend an die Regierung von Benjamin Netanjahu appelliert, Rettungskräften den Zugang zur Journalistin zu ermöglichen. Dennoch verhinderte die israelische Armee, dass rechtzeitig Hilfe geleistet werden konnte. Die gezielte Tötung einer Zivilistin, die als Journalistin tätig ist, stellt ein Kriegsverbrechen dar.

„Amal Khalil lag nach israelischen Angriffen stundenlang im Sterben. Rettungskräfte wurden durch das Feuer der israelischen Armee daran gehindert, sie zu erreichen. Das sind Kriegsverbrechen“, sagt Christopher Resch, RSF-Pressereferent für Nahost. „Wir sprechen Khalils Familie unser Beileid aus und wünschen ihrer schwer verletzten Kollegin Zeinab Faraj eine schnelle Genesung. Die Verantwortung liegt auch bei den Partnern der Netanjahu-Regierung wie der USA, Deutschland und der internationalen Gemeinschaft: Sie lassen zu, dass Verbrechen wie diese ungestraft bleiben.“ Weiterlesen… „Gezielte Tötung der Journalistin Amal Khalil: Reporter ohne Grenzen (RSF) prangert Kriegsverbrechen an“

Israel und Deutschland: Eine „Premium-Partnerschaft“ der besonderen Art

Außenminister Johann Wadephul CDU und sein israelischen Amtskollegen Gideon Saar am 05.06.2025 im Auswärtigen Amt in Berlin
Foto: Imago

Israel: Krieg als Normalfall und Dauerzustand

Die israelischen Kriege gegen Gaza, Syrien, Iran und Libanon sind „praktizierte israelische Staatsräson“, schreibt Theo Wenzke in JungeWelt vom 08. April 2026. „Zu der gehört es, dass Israel im Verhältnis zu seiner restlichen mehr oder weniger staatlichen Umwelt seine kriegerische Durchsetzung als den Normalfall und Dauerzustand definiert und handhabt – und darum gar nicht nur gegenüber den wirklichen Gegnern, sondern gegenüber jedem möglichen Gegner, also gegenüber allen anderen auf der Freiheit zum Krieg als Lebensgrundlage besteht, die bei allen inneren Widersprüchen den entscheidenden Kitt zwischen dem Volk und seiner Herrschaft darstellt.“

Welche Folgen die „Freiheit zum Krieg als Lebensgrundlage“ nach sich ziehen kann, Weiterlesen… „Israel und Deutschland: Eine „Premium-Partnerschaft“ der besonderen Art“

Deutsche Drohnen, ukrainischer Krieg – und wer davon profitiert

Grafik: sergey-koznov-unsplash

Ein Dossier, veröffentlicht
von Arno Gottschalk

Link zum Dossier

Der Ukraine-Krieg hat die Drohne zur Schlüsselwaffe des 21. Jahrhunderts gemacht. Ein neues Dossier des Erhard-Eppler-Kreises zeigt: Deutsche Rüstungsunternehmen sind mittendrin – als Lieferanten, als Lernende und als Profiteure.

Was 2022 als humanitäre Ertüchtigungshilfe begann, ist heute ein strukturiertes Koproduktionsverhältnis, in dem deutsche Firmen ukrainische Kampferfahrung mit eigener Fertigungskapazität verbinden – und die Bundeswehr beide Seiten als Modernisierungsimpuls nutzt.

Die wichtigsten Akteure: Weiterlesen… „Deutsche Drohnen, ukrainischer Krieg – und wer davon profitiert“

Palästinawoche 20.4.-23.4. Universität Bremen –
Auftakt am 20.4. mit Dr. Shir Hever

Vom 20.-23. April täglich ab 14:00 Uhr im @communitas.hb (Bibliothekstr. 4a)

Es gibt Infomaterial, moderierte Diskussionsrunden – oder einfach Raum zum Austausch!

Jeden Abend um 18:30 Uhr findet eine Veranstaltung zu verschiedenen Themen rund um Palästina und den akademischen Boykott statt.

Den Anfang macht am Montagabend (20.4.) ab 18:30 Uhr ein Vortrag mit Politik- und Wirtschaftswissenschaftler Dr. Shir Hever zum Thema „Die Ökonomie des Genozids in Gaza“.

Man darf gespannt sein, ob im Vortrag auch die bremische Rüstungsindustrie und ihre Export-Produkte eine Rolle spielen werden.