Der Libanon gab bekannt, dass bei israelischen Angriffen im ganzen Land elf Menschen getötet wurden, darunter fünf bei einem seltenen Angriff auf ein Haus östlich von Beirut, in dem laut einem Sicherheitsbeamten Vertriebene lebten.
Die Zahl der Todesopfer seit Tagesanbruch im Gazastreifen steigt auf 25, nachdem ein israelischer Luftangriff auf ein überfülltes Gebiet in der Stadt Deir el-Balah mindestens sechs Menschen getötet hat.
UN-Experten erinnern an ein Jahr völkermörderischer Angriffe auf Palästinenser
Am Jahrestag des Beginns der israelischen Völkermord-Offensive in Gaza hat eine Gruppe unabhängiger Menschenrechtsexperten unter Leitung von Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin über die Menschenrechtssituation in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten, folgende Erklärung abgegeben: Weiterlesen… „„Die internationale Ordnung bricht in Gaza zusammen“:“
Bericht von Pastor Mitri Raheb (Palästina) vor dem Förderverein Bethlehem- Akademie Dar al-Kalima e.V. in Bielefeld über die Lage in Palästina:
Als wir Anfang Oktober Mitri Raheb auf unserer Mitgliederversammlung in Bielefeld zuhörten, fragte er in seinem Vortrag „Hoffnung für Palästina? Suche nach Gerechtigkeit“: Gibt es Hoffnung für Gaza? 41.000 Menschen wurden getötet, 100.000 verletzt, alle Universitäten zerstört (auch die Dar al-Kalima Zweigstelle in Gaza), ebenso 88% aller Bildungseinrichtungen, 33 der 36 Krankenhäuser, Weiterlesen… „„Wir brauchen Zeichen und Geschichten der Hoffnung…““
Israel griff die libanesische Hauptstadt Beirut in einer neuen Welle mächtiger Luftangriffe über Nacht an, nachdem es die Bewohner des südlichen Vororts der Stadt aufgefordert hatte, um ihr Leben zu fliehen.
Das unabhängige Famine Review Committee, das sich aus Experten für globale Ernährungssicherheit zusammensetzt, warnt davor, dass „innerhalb weniger Tage“ Maßnahmen ergriffen werden müssen, um eine Hungersnot im nördlichen Gazastreifen abzuwenden und „diese katastrophale Situation“ inmitten einer einmonatigen israelischen Militärbelagerung zu mildern.
Wir dokumentieren einen hellsichtigen Kommentar von Stephan Detjen, veröffentlicht am Sonntag Abend (3.11.2024 19:10) im Deutschlandfunk:
Die Antisemitismus-Resolution, auf die sich Ampelkoalition und Union verständigt haben, ist für zahlreiche Israelis ein Hohn. Politisch begründete Kritik am Handeln der israelischen Regierung soll als antisemitisch gebrandmarkt werden.
Ein Kommentar von Stephan Detjen | 03.11.2024
Schon vor einem Jahr hätte der Bundestag mit breiter Zustimmung eine Erklärung verabschieden können, in der er den Opfern der mörderischen Angriffe vom 7. Oktober Mitgefühl ausdrückt, von der Hamas die Freilassung aller Geiseln verlangt und die Bundesregierung dazu auffordert, alle diplomatischen Bemühungen um eine Befriedung des Nahen Ostens zu unterstützen. Doch das Parlament hat sich schon damals auf einen Irrweg begeben.
Statt den grundsätzlichen Konsens zu formulieren, versuchen Ampelkoalition und Union seitdem, sich auf einen detaillierten Maßnahmenkatalog zu verständigen und die notwendige Diskussion über eine Abgrenzung von Antisemitismus und Kritik an israelischer Politik abzuschneiden. Das sorgt – nicht überraschend – für Streit. Weiterlesen… „Die Antisemitismus-Resolutiondes Bundestags ist ein Irrweg“