Francesca Albanese im EU Parlament zu Palästina

Francesca Albanese, seit dem 1. Mai 2022 Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die seit 1967 besetzten palästinensischen Gebiete, war am 18. November 2025 auf Einladung einer Reihe von Europaabgeordneten im Europäischen Parlament, um über Palästina, Völkerrecht und die Rolle Europas zu sprechen.

Francesca Albanese, deren Amtszeit im April 2025 um weitere drei Jahre verlängert wurde, ist absolut beeindruckend. Obwohl sie aufgrund ihrer klaren, an der Menschlichkeit und am Völkerrecht orientierten Haltung immer wieder heftigen Angriffen, Verleumdungen und Abberufungsversuchen ausgesetzt ist, bleibt sie souverän, gelassen und bescheiden. Danke, dass es solche Stimmen gibt!

Monitor deckt auf:
Rüstungsboom ruiniert langfristig die Wirtschaft

Früher war sie das „Schmuddelkind“ der deutschen Industrie – jetzt ist die Rüstungsindustrie gefragt wie nie: Steigende Aktienkurse, volle Auftragsbücher, auch Start-ups werden mit Geld vom Bund und von privaten Investoren geflutet. Fachleute sprechen von einem Verdrängungseffekt, der der Wirtschaft mehr schaden als nützen könnte, weil das Geld an anderen Stellen fehle.

Quelle: WDR / Monitor (LINK)

Wenn Schmerz zu Hoffnung wird – der Seán MacBride Friedenspreis in Berlin

Endlich – die Verleihung eines Friedenspreises an Organisationen, die einen solchen auch verdienen! Es ist gut, dass das International Peace Büro (IPB) einer solchen Auszeichnung die Glaubwürdigkeit zurückgegeben hat, nachdem sie – nicht erst seit der Zeitenwende – von anderen Stellen immer wieder beschädigt wurde. „Frieden entsteht nicht durch Machthaber, sondern durch jene, die trotz allem weiter an ihn glauben“ schreibt der Redakteur und wir wollen dem Glauben im Rahmen unserer Möglichkeiten kontinuierlich Taten folgen lassen.

Link zum Bericht auf Pressenza

Bremerhavens Seehafen soll „leistungsfähig, militärisch nutzbar“ werden.

„Bremerhavener Hafeninfrastruktur wird mit 1,3 Milliarden zur NATO-Drehscheibe aufgerüstet“, schreibt das  Friedensbündnis Norddeutschland am 15.11.25

„Das Geld aus dem Verteidigungsetat soll in die Stärkung der militärischen Nutzung der Häfen fließen. Noch nie wurde ein Projekt im Land Bremen mit einem so hohen Betrag gefördert. Der Geldsegen wurde nun vom Haushaltsausschuss des Bundestags in seiner Sitzung auf den Weg gebracht. Die 1,35 Milliarden Euro sollen dafür investiert werden, die Infrastruktur in den Häfen den militärischen Bedürfnissen der NATO anzupassen.“ So berichtet der bremische Regionalsender „buten un binnen“ am 14.11.2025.

Das Land Bremen gehört zu den ärmsten Regionen der Bundesrepublik. Weiterlesen… „Bremerhavens Seehafen soll „leistungsfähig, militärisch nutzbar“ werden.“

Machen sich die christlichen Kirchen kriegstüchtig?

Beide großen christlichen Kirchen in Deutschland haben in den vergangenen Tagen Beschlüsse gefasst, die aufhorchen lassen. Das, was der frühere Kanzler Scholz mit der Zeitenwende proklamiert hat, scheint nun auch von den Kirchen unterstützt zu werden. Die Militarisierung der Gesellschaft hat jetzt auch die Kirchen erreicht.

Die evangelische Kirche veröffentlichte in diesen Tagen eine Friedensdenkschrift, die eine deutliche Abkehr von früheren friedenspolitischen Positionen darstellt. Zu diesem Papier, das etwa 170 Seiten umfasst, gibt es inzwischen eine Reihe kritischer Stellungnahmen, auf die wir hinweisen.

In die gleiche militaristische Richtung geht eine Stellungnahme von den katholischen Bischöfen. Die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichte eine Erklärung zur Wehrpflicht. Michael von der Schulenburg, Abgeordneter im EU-Parlament, hat dazu einen Offenen Brief an Pax Christi geschrieben (Link), in dem er sein Entsetzen über die „Rechtfertigung von Kriegsvorbereitung“ mitteilt.

Wir veröffentlichen im Folgenden eine erste Stellungnahme zur EKD-Denkschrift von Wilfried Preuß-Hardow und weiter unten den Offenen Brief von Michael von der Schulenburg an Pax Christi (Link). Weiterlesen… „Machen sich die christlichen Kirchen kriegstüchtig?“