AK Nahost Infos 2025-07-30

29.7. Auf der Bundespressekonferenz zu Gaza wird über die aktuelle Lage, Kriegsverbrechen und Völkermord gesprochen:  mit Riad Othman (medico),  Julia Duchrow (Amnesty), Prof. Ger Duijzings (NL), Prof. Christine Binzel. Die Bundespressekonferenz  ist keine Einrichtung der Bundesregierung, sondern ein selbstständiger Verein.

Auch israelische Menschenrechtsorganisationen erheben den Vorwurf des Völkermords: B’tselem und physicians for human rights

Der Spiegel deckt auf, wie israelische Propaganda funktioniert: Die Palästinenser hungern und Israel startet eine Propagandaoffensive
israelische Behauptungen: es gibt keinen Hunger, Bilder hungernder Kinder sind KI-manipuliert, die UN hat die Schuld an der schlechten Verteilung von Lebensmitteln,……

30.7. Ein Augenzeugenbericht: Gaza: eine absolut katastrophale Situation!

weitere Infos auf der Seite des AK Nahost.

Deklaration des Jüdischen Anti-Zionismus-Kongresses, Wien 13.-15. Juni 2025

Über 1.000 antizionistische Jüd:innen und Nichtjüd:innen versammelten sich in Wien zu drei Tagen mit Vorträgen und Workshops im Rahmen des Kongresses zum jüdischen Antizionismus.

Wir, die Referent:innen und Organisator:innen des Kongresses, veröffentlichen hiermit diesen öffentlichen Aufruf, der die gemeinsamen Positionen widerspiegelt, die wir in den drei Tagen der Beratungen erreicht haben.

Als antizionistische Jüd:innen und Verbündete stehen wir gemeinsam mit allen Palästinenser:innen – in Palästina und im Exil – gegen den Zionismus und seine Verbrechen, darunter Völkermord, Apartheid, ethnische Säuberungen und Besatzung. Wir bekräftigen das Recht der unter Besatzung lebenden Menschen, sich mit allen Mitteln zu wehren, wie es in mehreren UN-Bestimmungen anerkannt ist. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass sich Jüd:innen mit Gewissen überall zusammenschließen, um sich gemeinsam und solidarisch mit der globalen Bewegung für die Befreiung Palästinas gegen den Zionismus zu stellen. Wir sind entschlossen, unsere Bewegung über ihre europäischen Wurzeln hinaus auszuweiten und antizionistische Stimmen aus der ganzen Welt, einschließlich des globalen Südens, einzubeziehen.

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„In Gaza verhungern die Kinder,
und die Welt schaut zu!“


Hintergrund
„In Gaza verhungern die Kinder, und die Welt schaut zu!“
Dieser Satz wird in den letzten Monaten immer häufiger geschrieben und gesprochen. Doch je öfter er geschrieben und gesprochen wird, desto mehr verkommt er zur leeren Phrase, die vergessen macht (oder machen soll), dass von „der Welt“ gar nicht geredet werden kann.
Der globale Süden, der als globale Mehrheit gilt, schaut nicht nur zu, sondern sucht nach Möglichkeiten zu handeln: Die jemenitischen Ansarollah legen immer noch einen Teil der israelischen Handelsrouten lahm; gegen Israel läuft vor dem Internationalen Gerichtshof (immer noch) die südafrikanische Klage wegen Völkermord, der sich demnächst mit Brasilien das größte lateinamerikanische Land anschließen wird; Deutschland muss sich mit der Klage Nicaraguas wegen Beihilfe zum Völkermord auseinandersetzen; und deutsche Diplomaten stellen ernüchtert fest, dass sich das Ansehen der Bundesrepublik in den Ländern des globalen Südens im freien Fall befindet.

Und wir? Schauen wir nur einfach zu, wie in Gaza die Kinder verhungern?

Nein, das tun wir nicht. Wir haben zwar nicht viele Möglichkeiten, aber die Möglichkeiten, die wir haben, nutzen wir.

Zum Beispiel auf der Palästina-Mahnwache vor dem Bremer Dom an jedem Samstag von 11.30 – 12.30 Uhr.

Wir werden immer mehr, aber wir sind noch lange nicht genug!