Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden

von Wilfried Preuß-Hardow

Anfang Juni dieses Jahres erschien die von Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Schäfer und Theodor Ziegler herausgegebene ökumenische Friedensschrift „Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden“. Sie kann als Gegenentwurf zu der unseligen Kriegsdenkschrift der EKD angesehen werden und richtet sich in erster Linie an ChristInnen und Kirchen, darüber hinaus aber bewusst auch an alle säkular friedensbewegten Menschen, sowie an Verantwortliche in Politik und Gesellschaft. In ihrer Argumentation nimmt sie Bezug auf die Bibel, aber auch auf Erkenntnisse der sozialwissenschaftlichen Friedens- und Konfliktforschung, insbesondere den Mythos der erlösenden Gewalt (Walter Wink) und die Entfaltung einer Friedenslogik (Anne-Margret Birckenbach).

Biblisch bezieht sich die Schrift vor allem auf die Kritik Jesu, auf den Splitter im Auge des anderen hinzuweisen und dabei den Balken im eigenen Auge zu ignorieren, sowie auf die goldene Regel (Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut auch ihnen – populär in der negativen Form: was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu). In der Anwendung dieser biblischen Vorgaben auf die gegenwärtige politische Weltlage kommt die Schrift zu erfreulich klaren Aussagen. Einige Zitate mögen das exemplarisch verdeutlichen: Weiter lesen… „Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden“

Leben des palästinensischen Kinderarztes Dr. Hussam Abu Safiya in akuter Gefahr – sofortige Beendigung seiner Gefangenschaft erforderlich

Grafik: IPPNW

Angesichts der akut lebensbedrohlichen Situation von Dr. Hussam Abu Safiya ruft die Jüdische Stimme alle Journalist:innen, medizinischen Vereinigungen und politischen Entscheidungsträger dazu auf, den Druck auf ihre Institutionen für eine sofortige Freilassung zu erhöhen und mit größtmöglicher Dringlichkeit zu handeln.

Der Anwalt von Dr. Abu Safiya, Nasser Odeh, konnte ihn am 2. Juli besuchen und berichtete von einem äußerst besorgniserregenden Gesundheitszustand. Nach seinen Angaben ist Dr. Abu Safiya seit Dezember 2024 täglich Folter und Misshandlungen ausgesetzt. Während des Besuchs habe er kaum aufrecht sitzen können, äußerst verängstigt gewirkt und mehrfach beinahe das Bewusstsein verloren.

„Dies ist das letzte Mal, dass du mich siehst… Sie haben mich hierher gebracht, um mich zu töten“, sagte Dr. Abu Safiya am Donnerstag zu seinem Anwalt. Nach Angaben seines Anwalts hätten sich die Folter und Misshandlungen verschärft, seit im vergangenen Monat richterliche Anhörungen zu seiner Freilassung begonnen haben. Weiter lesen… „Leben des palästinensischen Kinderarztes Dr. Hussam Abu Safiya in akuter Gefahr – sofortige Beendigung seiner Gefangenschaft erforderlich“

Faschismus, Militarisierung und Krieg
Vortrag von Barbara Heller zur AfD

Foto: privat

Am 1. Juli-Wochenende plant die AfD in Erfurt ihren Bundesparteitag. Bundesweit wird zum Protest dagegen mobilisiert.

Zur Auseinandersetzung mit der Programmatik der AfD und dem Zusammenhang von Faschisierung und Militarisierung sprach Barbara Heller vom Bremer Friedensforum am 19.6.26 in der Villa Ichon.

In der anschließenden Diskussion ging es vor allem um die Frage, wozu eine faschistische Partei gebraucht würde, angesichts der Innen-, Sozial- und Außenpolitik der amtierenden Regierung. Wir dokumentieren den Vortrag.

Faschismus, Militarisierung und Krieg
Historische Parallelen zur Gegenwart

Abschnitte des Vortrags, der hier (Link) heruntergeladen werden kann:

  1. Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
  2. Erscheinungsbild und Programmatik der AfD
  3. Programmatik der AfD und Außenpolitik der aktuellen Regierung
  4. Rechtsradikale und faschistische Tendenzen weltweit
  5. Ursachen für Rechtsentwicklung und Faschismusgefahr
  6. Protest und Widerstand
  7. Wozu braucht es die AfD?
  8. Wann und wozu braucht es Faschismus?
  9. Faschismus im 21. Jahrhundert

Das Assoziierungsabkommen mit der EU
ist für Israel von enormer Bedeutung

Seit Monaten wird europaweit dafür geworben, als Reaktion auf die israelischen Kriegsverbrechen in Gaza, Westjordanland und Libanon das Assoziierungsabkommen der EU mit Israel auszusetzen.

Die Kampagne, an der sich auch die Bremer „Mahnwache für einen gerechten Frieden in Nahost“ beteiligt, hat inzwischen auch in Deutschland fast die erforderliche Mindestzahl an Unterschriften erreicht, um die Europäische Kommission zu verpflichten, aktiv zu werden.

Bisher ist jeder Versuch, das Abkommen auszusetzen, am Widerstand der Berliner Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD gescheitert. Weshalb wir entschlossen sind, die Kampagne auch weiterhin voranzutreiben.

Mehr dazu auf der Website des BIP (BÜNDNIS FÜR GERECHTIGKEIT ZWISCHEN ISRAELIS UND PALÄSTINENSERN EV.): (Link)